1990 Francesco Giuntini in Rufina Er wird seinem Ruf gerecht, gut haltbar zu sein. Schön gereifter Chianti,
kein Kirschsaft, aber gute Tannine und gesunde Säure, die ihm durchaus noch
eine Zukunft versprechen. Macht Spaß zu trinken, zeigt sich in besserer Form
als der Riserva 90 von Felsina (auch gerade getrunken, war nicht schlecht
und besser als die 90er Rancias, die ich erinnere). Wie ist wohl der
Buccerchiale 90? Demnächst bei den Weinfreunden mal ein Selvapiana-Session;
da ist genug da.

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1990 Conterno e Fantino in Monforte d’Alba Große Überraschung: frisch, erstaunliche Frucht und leichter
goudron, sehr schöne Tannine, fast ein Barolo und doch ganz
anders (der kleine Anteil Barbera macht offensichtlich etwas
aus, und dann sicher auch die Vinifikation- obwohl nicht mehr
schmeckbar hat dieser Wein sicher piccoli botti di rovere
gesehen). Am Tag darauf noch besser, sehr harmonisch und sehr
gut zu trinken. Ob seinen Jahrgangsnachfolgern ähnliches Lob
gebührt, wird sich zeigen: ich bin skeptisch, da seit 1991
Cabernet hinzugekommen ist; ein Fläschchen 97er ist noch da
–> in Bälde, diesmal mit den Freunden (der hier ist quasi
bei der letzten Probe übrig geblieben ..)

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2000 Roberto Anselmi Dieser im Recioto / Passito – Verfahren erzeugte Süßwein aus dem Veneto
offenbart deulich den Botrytis-Befall seiner Trauben – Noten von Mandeln,
Marzipan, etwas (Sauer)kirschen, viel Schmelz, viel Süße, die durch die
ordentliche Säure sehr gut abgepuffert ist. Am Gaumen vielschichtig und
komplex, extraktreich, aus dem Holz Karamellnoten. 90 Punkte

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1997 Villa S. Anna Dieser von drei Damen aus Montalcino produzierte Wein ist
im optischen Vergleich eher das Gegenteil zu seinen
Erzeugerinnen: er erinnert mich an den Hustensaft aus meiner
Kinderzeit – rose-bräunlich mit “Bröckchen”. Im Glas
sirupartige Konsistenz; in der Nase verbreitet er einen sehr
intensiven, aber gleichzeitig zarten und feminen Duft.
Kandierten Früchte, feinstes Holz, und florale Aromen,
Orangenmarmelade. Dieser Wein umschmeichelt mit seiner
Aromenvielfalt die Zunge, fast ölig und doch mit viel Druck -
man kann sich diesem Wein nicht entziehen! Für mich der
Inbegriff eines gelungenen Vin Santos. 96 Punkte

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2000 Roberto Anselmi

alt="Recioto di Soave I Capitelli 2002 - Anselmi"
src="http://www.notonlywine.com/images/capitelli_anselmi_big.jpg"
width="91" border="0" /> 

Dieser Recioto di Soave verheimlicht die Botrytis seiner
Trauben keineswegs; Aromen von Mandeln, Marzipan und
kandierte gelbe Früchte sind höchst angenehm. Der Wein
besitzt viel Schmelz, viel Süße, die durch die Säure gut
abgepuffert ist – am Gaumen vielschichtig und komplex, sehr
extraktreich, schöne Karamellnote vom Holz, tolles Finale. 90
Punkte

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2001 Erbhof Unterganzner

Bester Rotwein Italaliens – dieses Prädikat hat Luca Maroni
dem 2001 Lamarein vom Erbhof Unterganzner aus Kardaun/Bozen
in seiner Ausgabe 2004 verpasst. Der Gambero Rosso (2004,
S.262) hat ihm die drei Gläser nur vorenthalten, weil “es
fast unmöglich ist, auch nur ein Exemplar von ihm im freien
Verkauf ausfindig zu machen. Trotzdem hier ein Phantombild:
von undurchdringlicher Farbe; ein tiefen Bukett von reifen
Brombeeren; konzentriert bis zum letzten Tropfen der
Geschmack, das kompakte Tannin wird von der überquellenden
Frucht in Schacht gehalten; und dann ein Finale bei dem
keiner mehr auf die Uhr sieht. Ein exzessiver Wein gewiss,
aber einer, der sich keine Freiheiten herausnimmt.”

Dieser Beschreibung kann man grundsätzlich wenig hinzufügen,
nur im letzten Teil möchte ich widersprechen – dieser Wein
nimmt sich alles heraus, er ist in seiner Art absolut
einzigartig. Dies muß jeder bestätigen, unabhängig davon , ob
er den Wein mag oder nicht. Dieser Wein ist so eigenständig,
dass eine Verwechselung mit einem anderen Wein unmöglich
ist. Der Lamarein - partiell aus getrockneten
Lagrein-Trauben bereitet –  ist ein Ausbund an
Kraft, Alkohol und Finesse;  hat man einmal die
Geruchsspur aufgenommen, möchte man gar nicht mehr davon
ablassen: Schlehen, Pflaumen, orientalische Gewürze, Feigen,
Sanddorn, weißer Pfeffer – unglaublich, dies sind nur ein
paar Eindrücke, die dieser Wein vermittelt. Am Gaumen
präsentiert er Opulenz und Frucht – gepaart mit einem
wunderbar kräftigen, aber gleichzeitig sehr körnigem Tannin.
Trotzdem ist es ein Männerwein, denn trotz aller Frucht
packt  er zu, er nimmt Dich voll und ganz für sich ein.

Trotz aller fruchtigen Opulenz, Kraft und dem kräftigen
Alkohol (15,5% Alc) hat mich dieser Wein aufgrund seiner
Harmonität und  Eleganz überzeugt. Er spielt mit seinen
üppigen Anlagen auf der Basis eines unglaublich festen
Rückgrades und einem Körper, bei dem man das Glas neidisch
betrachtet, wenn man an den eigenen dabei denkt.

Im Ansatz ist der Lamarein  am
ehesten mit einem großen Amarone vergleichbar. Das
Alterungspotential ist groß und ich bin gespannt, wie dieser
wein nach 5-10 Jahren daherkommt. 97 Punkte

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0090

Weinprobe bei Helmut

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rotbraun, anfängliche kräftige Maggi Note, erst sehr
verschlossen, dann aber super Frucht

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
praktisch nichts in der Nase dafür explosiv im Mund, tolle
Kirsch-Aromen, tief rot und schmeckt noch jung – einer der
besten des Abends

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
kräftige Nase, samtig, langer Abgang – baut aber am Ende
des Abends ab

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
unglaubliche Nase, voll und kräftig, leichter Alkohol-Ton
(14%), nicht ganz so harmonisch wie der Grasso

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
Der Pirat – von der Nase her ein Italiener – aber im
geschmack typisch. Ziemlich süß, eigentlich zu süß

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
… das ist was für Lehrer, nicht für gestresste
Manager…
(michael oder
Nils)

style="vertical-align: top; background-color: rgb(255, 255, 255);">
Kork? Unreif? Fehler in der Nase? Wird mit der Zeit zwar
besser aber nicht gut

Wein 

style="color: rgb(255, 255, 255);">Jahrgang

style="color: rgb(255, 255, 255);">Bemerkungen

Brunello Montalcino il Poggione

1990

Giorgio Regni Chianti Classico

1990

Elio Grasso Barolo

1989

Rocce di Manzoni Barolo

1989

Chateau la Nerthe, Chauteauneuf du Pape

1989

Barbera d’Alba Fontanile

1990

I Sodi di S. Niccolo

1990


Schön war’s – wie immer bei Helmut !

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2001 Ascheri Was der href="http://www.einfreun.de/it/Barolo/20040918004521">Barolo
von Ascheri nicht so ganz gehalten hat, macht der Nebbiolo
wieder gut.

Kräftiges Rot, gute Frucht in der Nase und im Mund. Würzig,
frisch und mit Druck. Allerdings kurz im Abgang.

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1999 Ascheri Nach langer Zeit mal wieder einen Barolo gekauft, und die
ganze Woche darauf gefreut! Bereits mittags geöffnet und nach
2 Stunden das erste mal verkostet: noch sehr verschlossen aber
tolle Frucht und die typische braune Barolo Tönung.

Nach 5 Stunden offen, ganz gut – aber leider ein Bitterton der
nicht vergehen wollte. Die Farbe war auch wieder mehr im
rötlichen – von diesem Jahrgang haben wir uns mehr erwartet
!

Aber dafür haben wir das Spiel des Jahres gespielt: href="http://luding.org/Skripte/GameData.py/ENgameid/15607">Zug
um Zug – zu fünft total anders, aber genauso spannend
(siehe auch: href="http://www.einfreun.de/it/Verschiedene/20040726223050">Il
Moscato)

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1978 Bruno Giacosa August 2004: Flasche Nr. 0906 von 6440
Grandioser, wunderbarer Barolo; dies war meine letzte Flasche, mit 26 Jahren perfekt gereift, aber kein Hauch von Alter.
Es wird ja manchmal der 78er von Giacosa als einer der größten Barolo gepriesen, aber dieser hier mit dem weißen Etikett gefällt mir noch besser; vom Roten hab ich noch ein Fläschchen, dann könne wir das ja testen, liebe Freunde-ich freue mich schon darauf.
Dies war der Höhepunkt eines tollen Barolo-Abends im August (gute Weine schmecken immer!); sonst wurde verkostet:
Giacosa Villero 1982 (weiß)
Vietti riserva ‘Villero’ 1982
Vietti Rocche 1982
Vietti Rocche 1978

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