Jan 092005
 

1999 Borie de Maurel, Minervois Eine Flasche haben wir im November bei Ole zum großen Essen getrunken und
waren mehr oder weniger enttäuscht, weil der Wein eine ausgeprägte gemüsige
Note hatte, die alle anderen Aromen überlagerte. Wie wird wohl diese Flasche
ausfallen?

Alle Sorgen, die restlichen Flaschen werden wohl via Kochtopf oder sonst
wie entsorgt werden müssen, sind unberechtigt. Zeigt sich zwar kurz nach dem
Öffnen mit leichtem Gemüseton und einer gewissen Unausgewogenheit, doch nach
höchstens zwei Stunden ist das weitgehend verflogen, und heraus tritt ein
prächtiger,eleganter, eher schlanker Syrah mit rauchigen Specknoten und
feinen Tanninen, der noch viel für die Zukunft verspricht, eher im
Rhone-Stil gemacht, kein Monster trotz seiner 14,5% Alco, von denen man gar
nichts merkt.

Auch jetzt, nach 30 Stunden, schöner Wein, keine Oxidation, kräftige
Aromen, leichte Bitternote, lang am Gaumen.

Ein spannender Wein, gewiss kein Langweiler.

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Okt 092004
 

2002 Domaine Clavel Ein wunderbarer Wein den wir ausser Konkurrenz bei der letzten
Weinprobe
verkostet haben.

Dunkel-Rot bis schwarz, kräftige Beeren-Aromen in der Nase und
im Geschmack. Ein perfekt ausgewogener Wein.

Die Domaine Clavel von Pierre Clavel liegt in Méjanelle einer
Kommune bei Montpellier – da muß ich noch mehr
probieren.

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Sep 232004
 

2000 Leon Barral

Dies ist sicher einer der besten Weine des Languedoc: Nase
anfangs noch verschlossen, Schiefer weniger deutlich als bei
Jadis oder dem einfachen, im Mund aber passt alles zusammen,
Frucht, feine Tannine, wunderbare Aromen und das alles in
großer Harmonie.

Nach 24 Stunden perfekter Wein; den muss man trinken

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Sep 232004
 

1998 Leon Barral

Um an die Flaschen ranzukommen, war harte Arbeit notwendig,
weil sie sich ganz unten, ganz hinten versteckt haben, und
meine Spannung war besonders groß, weil neben dem Copy Santa
98 es genau dieser Wein war, der meine Leidenschaft für die
Weine des französichen Südens entflammt hat.

Und es war keine Enttäschung, sondern ein echter Barral: die
typische Barral-Nase, die ich schwerlich beschreiben kann
(wahrscheinlich ist das der Schiefer, man könnte weinmodisch
auch von Terroir sprechen, aber das tut jeder und somit
besagt es meist gar nichts, genauso wie die ewige
Mineralität, die heute unbedingt dazugehört) und im
Mund einfach schöner Stoff, feine Tannine, aber nichts
glattes, kein Schmeichler, wie auf einer Weinveranstaltung
einmal ein Schlauer bemerkt hat. Nach 24 Stunden noch besser;
dieser Wein ist sexy, er weckt Verlangen nach mehr und mehr.

Auf den 2001er in ich sehr gespannt.

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