Jadis

1998 Leon Barral

Um an die Flaschen ranzukommen, war harte Arbeit notwendig,
weil sie sich ganz unten, ganz hinten versteckt haben, und
meine Spannung war besonders groß, weil neben dem Copy Santa
98 es genau dieser Wein war, der meine Leidenschaft für die
Weine des französichen Südens entflammt hat.

Und es war keine Enttäschung, sondern ein echter Barral: die
typische Barral-Nase, die ich schwerlich beschreiben kann
(wahrscheinlich ist das der Schiefer, man könnte weinmodisch
auch von Terroir sprechen, aber das tut jeder und somit
besagt es meist gar nichts, genauso wie die ewige
Mineralität, die heute unbedingt dazugehört) und im
Mund einfach schöner Stoff, feine Tannine, aber nichts
glattes, kein Schmeichler, wie auf einer Weinveranstaltung
einmal ein Schlauer bemerkt hat. Nach 24 Stunden noch besser;
dieser Wein ist sexy, er weckt Verlangen nach mehr und mehr.

Auf den 2001er in ich sehr gespannt.

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Podere di Sorano,

1999 Ascheri Nach langer Zeit mal wieder einen Barolo gekauft, und die
ganze Woche darauf gefreut! Bereits mittags geöffnet und nach
2 Stunden das erste mal verkostet: noch sehr verschlossen aber
tolle Frucht und die typische braune Barolo Tönung.

Nach 5 Stunden offen, ganz gut – aber leider ein Bitterton der
nicht vergehen wollte. Die Farbe war auch wieder mehr im
rötlichen – von diesem Jahrgang haben wir uns mehr erwartet
!

Aber dafür haben wir das Spiel des Jahres gespielt: Zug
um Zug
– zu fünft total anders, aber genauso spannend
(siehe auch: Il
Moscato
)

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