Soopjeshoogte

1999 Welgemeend Nachdem mir auf dem letzten Weinsalon die Cabernet Francs so gut geschmeckt
haben, nähere ich mich diesen auf verschlungenen Pfaden.

Diesmal über diesen wunderbaren Bordeaux-Blend aus Cabernet Sauvignon
(48%), Cabernet Franc (18%) und Merlot. Sattes Rot mit einer kräftigen und
würzigen Nase mit schönen Beeren-Aromen. Auch im Mund eine kräftige Würze
mit gut eingebundenen Tanninen und langem Abgang. Der Geschmack harmoniert
mit der Nase – ein sehr schön ausgewogener Wein (4 Sterne bei  John Platter).

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Cuvee Sylla

1999 Borie de Maurel, Minervois Eine Flasche haben wir im November bei Ole zum großen Essen getrunken und
waren mehr oder weniger enttäuscht, weil der Wein eine ausgeprägte gemüsige
Note hatte, die alle anderen Aromen überlagerte. Wie wird wohl diese Flasche
ausfallen?

Alle Sorgen, die restlichen Flaschen werden wohl via Kochtopf oder sonst
wie entsorgt werden müssen, sind unberechtigt. Zeigt sich zwar kurz nach dem
Öffnen mit leichtem Gemüseton und einer gewissen Unausgewogenheit, doch nach
höchstens zwei Stunden ist das weitgehend verflogen, und heraus tritt ein
prächtiger,eleganter, eher schlanker Syrah mit rauchigen Specknoten und
feinen Tanninen, der noch viel für die Zukunft verspricht, eher im
Rhone-Stil gemacht, kein Monster trotz seiner 14,5% Alco, von denen man gar
nichts merkt.

Auch jetzt, nach 30 Stunden, schöner Wein, keine Oxidation, kräftige
Aromen, leichte Bitternote, lang am Gaumen.

Ein spannender Wein, gewiss kein Langweiler.

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Le Sommet

Mont du Toit

Auf dem letzten Hamburger Weinsalon habe ich diesen Wein auf dem Stand
eines Händlers verkostet und war erschrocken, denn der Wein war total
überreif, am Beginn ein handfesten Oxydation und war total unausgewogen.
Völlig überrascht und anschließend besorgt, ob der 6 Flaschen in meinem
Keller (die immerhin €40/Fl. gekostet hatten) habe ich den Weinsalon später
verlassen. Nun endlich fand sich genug Zeit, um den Wein abermals zu
verkosten – ein Flasche aus dem Bestand. Der Wein präsentierte sich letzlich
so, wie ich es ursprünglich erwartet hatte. Die Frage, was mit der Flasche
auf dem Weinsalon faul war bzw. warum man seitens des Ausstellers nichts
gemerkt hat, bleibt wohl immer unbeantwortet. Die aktuelle Notiz:

Tiefes, sattes rot-schwarz, schöner Glanz. Die Nase ist auffalllend
dicht, Fruchtkompott, Johannisbeeren, Brombeeren, Sandelholz; süßliche
würzige Aromatik, Schokolade, ein Hauch von Zimt und Muskat (Aromen aus dem
barrique), sehr reife Frucht – aber nicht überreif.  Am Gaumen legt
sich ein weicher Teppich aus Frucht, Süße – gepuffert mit ausreichend Säure
– und feinsten Würzaromen (Süßholz, Vanille und wieder ein wenig Muskat)
über die Zunge; in der Aromatik vom Syrah geprägt. Gute Länge und trotz des
hohen Alkohols und der reifen Frucht, wird man animiert, mehr als ein Glas
zu trinken. 90 Punkte

Man darf gespannt sein, wie es mit Mont du Toit weitergeht. Seit dem Tod
von B.Breuer hat man von dem joint venture nichts mehr gehört. Die Website
von Mont du Toit ist noch nicht einmal angepaßt worden.

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