Nov 092010
 

Vinorell 2010 diverse

Es ist schon bald Weihnachten, also sollte ich doch schnell schon mal meine Eindrücke von der Vinorell 2010 notieren. Tolle Organisation, viele Besucher, viele Weine – es hat viel Spass gemacht und wir hatten ein paar gute Gespräche. Bilder werden noch folgen (Hallo Herr Mit-Redakteur ;)…

Schöne Rieslinge bei Molitor, allerdings mir zu teuer. Besonders gefallen hat mir Riesling Auslese Zeltinger Himmelreich.

Laquai Riesling trocken Schlossberg 1. Gewächs mit interessanten Schiefertönen – aber: zu teuer.

Wunderbare Etiketten (selbst entworfen) bei Fogt. Besonders gut der Grauer Burgunder Spätlese trocken. Die Scheurebe war mir etwas langweilig.

Ein super Zweigelt QW bei Forstreiter.

Schöner Zweigelt Reserve QW von Giefing, der Cardinal hat mich entäuscht.

Die Spät- und Auslesen von Tschida haben uns allen gefallen, unglaublich der rote Zweigelt Schilfwein mit einer wahnsinnigen Nase und  ebensolchem Geschmack und Abgang.

Meine Favoriten diesmal aus dem Elsass: Gewürztraminer "Zinnkoepfle" Alsace AC und "Cuvee Vallee Noble" Alsace CE bei Ebelmann.  

Die wenigen Bordeaux die wir gekostet haben waren langweilig (Saint-Aubin Medoc, Beard AOC). Die Barolo (Borgogno) und Barbera (Abrigo) eine totale Enttäuschung.  Brunello di Montalcino (Carlina) auch und vollkommen überteuert.

Wenigstens ein italienisches Highlight: der Vino Nobile di Montepulciano von Gattavecchi !

Die Überraschungssieger – Aragones und Reserva  Sao Miguel dos Descobridores  aus Portugal. Tolle Weine mit viel Potential.

Kilikanoon mag ich ja schon lange. Wunderbar Grenache Prodigal und Shiraz Killerman's Run. 

Super interessant der Vergleich Pinot Noir "Marions Vineyard" 2007 und 2006 von Schubert

Und zu guter letzt 2 Rum: Plantation "Grenada Old Reserve" 1998 und  "Barbados Old Reserve" 2000 – eine Offenbarung – v.a. der Barbados hat es mir angetan!

 

 

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Nov 022010
 

Tamboerskloof 2006 Kleinood Der Tamberskloof Syrah hat mich ja schon mal als 2005er begeistert, aber der 2006 ist ebenfalls genial – anfänglich fast wie ein Pinot Noir (da hat mein Weinhändler recht), dezente Tabaknoten, Beeren, Würze – aber je länger im Glas: kräftige, frische Fruchtaromen, sehr komplex im Mund aber trotzdem insgesamt nicht zu schwer: ein Traum !

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Apr 202010
 

Kochkurs 2010 Nil

Am Sonntag hatten wir einen wunderbaren Kochkurs zum Thema Österreich und Alpenmenü. Durch den Tag begleitete uns die super sympathische und sehr kompetente Julia Dorandt mit vielen Tips und Tricks und interessanten Anekdoten aus der Welt des Kochens. Es war eine lustige Truppe – wir hatten viel Spaß!

Das Ergebnis unserer gemeinsamen Anstrengungen:

 

  • Raukesalat mit Tiroler Bauernspeck, Dörrpflaumen, Mozzarella und Estragonmyonaise
  • Saibling im Strudelteig, mit Suaeramperbutter und Kohlrabi-Linsengemüse
  • Kalbstafelspitz mit Bouillongemüse, Meerretichsauce und Rhabarber
  • Nougatbuchteln mit Vanillesauce und Aprikosenröster 
Das Menü war super lecker und hatte einen prima Spannungsbogen. Dazu gabe es grünen Veltliner (tja aber von wem ?) und Sancti Pauli (Tempranillo aus Valdepenas nicht St. Pauli ;). 
Ein rundum gelungener Tag ! 
 
Kochkurs 

 

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Jan 292010
 

25. Hamburger Weinsalon 2010 (2ter Tag) – Teil 2 2010 diverse

Unter vielen Weinen der Kategorie ‚kann man trinken, ist aber nichts für die Ewigkeit’ und neben den bereits im vorigen Post genannten Weingütern stachen vor Allem die Weine von 4 Weingütern (eigentlich eher 3 ½ ) auf dem Weinsalon heraus:

Wein- und Sekthaus Aloisiushof / Weingut Stern / PinoTimes

Die zwei Cousins betreiben jeweils ihr eigenes Weingut und bringen ganz besondere Weine als Kooperation unter dem Label ‚PinoTimes’ auf den Markt. Als ‚Entdeckung des Jahres 2010’ gekürt und allseitig hoch gelobt; ich schliesse mich hiermit an!

Mein Lieblingswein auf diesem Gemeinschaftsstand war der Pinot Noir 2007 von PinoTimes. Ein schmeichelnd weicher Pinot Noir mit zarten Vanilleklängen und einer gehauchten Himbeer(!)-Note. Der Winzer riet mir, ihn unbedingt mindestens 2 Stunden zu dekantieren, da er sich direkt aus der Flasche üblicherwiese etwas kratzbürstig zeigt. Ich gedenke seinem Ratschlag zu folgen.

Nur sehr knapp dahinter (obgleich im Katalog höher bewertet)ordne ich den Spätburgunder trocken 2007 des Weingut Stern ein. Dieser ist ebenfalls ein richtiger Mundschmeichler, lässt jedoch die spannenden Noten des PinoTimes vermissen (aber nur ein ganz kleines Bisschen).

Auf der Weissweinseite gab es den Riesling Ambrosia 2008 des Wein- und Sekthaus Aloisiushof zu geniessen. Einer der wenigen Rieslinge, welche noch von wurzelechten Reben stammen. Der Boden (Rotliegendes) gibt ihm eine zarte Note, welcher man Schluck für Schluck hinterherschmeckt aber sie nie ganz ‚festzunageln’ vermag. Ein richtiger Suchtwein!

Szigeti

In besonders guter Erinnerung bleibt mir der Besuch an diesem Stand. Charmant führte mich Herr Viehhauser durch die Sektwelt von Szigeti. Ungewöhnlich (und sehr lecker!) war der Welschriesling Sekt, eine Rebsorte, die ich noch nie probiert hatte. Meine großen Favoriten waren aber der Muskat Sekt mit einer herrlichen Würze, die von einer keck züngelnden Würze begleitet wurde und der Rosé Sekt mit einer kaum zu erahnenden Bitternote.

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Jan 202010
 

25. Hamburger Weinsalon 2010 (2ter Tag) – Teil 1 2010 diverse

Nach einem ausgedehnten Frühstück trieb es mich am Sonntag recht früh (11.30 Uhr) zum Hamburger Weinsalon. Die zeitige Ankunft brachte es glücklicherweise mit sich, dass die Winzer noch reichlich Zeit für ausführliche Gespräche über die Früchte ihrer Arbeit mitbringen konnten. Hier also mein Bericht:

Hobbyweingut Schlamberger

Schlamberger

Mein Lieblingswinzer des letztjährigen Weinsalons! Wie konnte ich da der sofortigen Verprobung des neuen Sauvignon Blanc widerstehen? Ein erster Schluck – da waren Sie wieder, diese herrlichen Tropenfrüchte ohne die steinig-mineralische Härte, wie man sie von anderen Sauvignon Blanc kennt. Dieses Jahr kommt es noch etwas knackiger daher und liess noch die Grasnoten vermissen. Bis zur Auslieferung (April) werden die wohl noch kommen. Ich bin schon gespannt auf die erste Flasche!

Die weiteren Weine waren ebenfalls wunderbar: Ein viel versprechender Pinot Noir (2006) der jetzt schon sehr lecker ist aber (wie auch der Winzer sagt) durchaus noch ein oder zwei Jahre bis zum Beginn seiner Spitzenphase warten kann. Dann ist er vermutlich schon ausverkauft – aber hoffentlich noch nicht ausgetrunken…

Die Grüner Veltliner – allen voran der Grand Grü 2009 – waren herrlich lecker. Dies sind ganz klar die ‚Paradeweine’ des Hobbyweingut Schlamberger; ich bleibe allerdings erhobenen Hauptes ein Freund des Sauvignon Blanc!

Ganz speziell und ein besonderer Tipp: Der Chardonnay ‚Dezemberlese’ 2008. Ich habe ihn im direkten Vergleich mit dem traditionell gelesenen Chardonnay verkostet und bin begeistert: Die längere Zeit an der Rebe und der Ausbau im Barrique haben ihn zu einem hochspannenden Chardonnay gemacht.

Villa im Paradies (Weingut Motzenbäcker/Krug`scher Hof)

Motzenbaecker

Bleiben wir noch eine Weile beim Chardonnay. Ich bin absolut kein Freund dieser Rebsorte. Zu viele langweilige Chardonnay auf ‚Supermarkt-Niveau’ haben mich zu dieser Ansicht gebracht…Bis ich auf dem Hamburger Weinsalon mit ganz wunderbaren Gegenbeispielen konfrontiert wurde!

Das am hellsten leuchtende Beispiel für einen Chardonnay konnte ich beim Weingut Motzenbäcker verkosten: den Chardonnay Spätlese trocken ‚Mond-Eiche’ 2007. Feine Frucht und eine nur ganz leicht kitzelnde Säure. So rund kannte ich bis dahin noch keinen Chardonnay! Der Höhepunkt war ein zarter Vanillehauch, den dieser Wein am Gaumen hinterlässt. Atemberaubend! Es gibt auch einen Riesling in ‚Mond-Eiche’; dieser war leider, leider nicht unter den Salonweinen. Schade!

Dieser Winzer (Motzenbäcker und Krug’scher Hof gehören zusammen) hat ebenfalls einen sehr guten Pinot Noir im Angebot: Krug’scher Hof Pinot Noir trocken 2006. Eine den Gaumen herzende Kakaonote und eine leichte Ahnung von Lakritze… Sehr empfehlenswert!

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