Knipser – Marsannier 2022

Knipser kannte ich v.a. für Riesling, Marsanne noch nie erlebt und Viognier liebe ich. Sehr intensives Gelb, wenig Nase (für mich .. etwas Aprikose). Voll im Mund, da kann man drauf kauen … lange, aber das ist nicht Schmelz sonder besser. Laaaanger Abgang.

Schwer zu beschreiben, perfekter Viogner und Marsanne macht irgendwas magisches daraus (oder andersherum?)

Ein Franzose auf Pfälzisch:  kommt im Glas extrem gelb daher, schnuppert eher leise nach Aprikose, legt dann aber im Mund so los, dass man fast dran kauen kann. Saftige Exotik (Aprikose, Pfirsich, Grapefruit, etwas Quitte), salzige Mineralität, dezentes Holz und ein vibrierendes Säurespiel – das ist kein Schmelz, das ist besser und hört im Abgang gefühlt nie auf. Für alle, die Viognier lieben und Marsanne noch nie im Glas hatten: „Deutscher Qualitätswein aus Versuchsanbau“ klingt nach Labor, schmeckt aber nach großer Rhône-Idee mit Pfälzer Dialekt – bitte unbedingt weiter versuchen, liebe Knipsers.

Danke Petra&Thomas – eine wunderbares Geschenk

Wein: Knipser Marsannier  2022

Weingut: Weingut Knipser, Laumersheim (Pfalz, Deutschland)

Weintyp: Weißwein, gehaltvoll trocken

Rebsorten: Marsanne (ca. 71%), Viognier (ca. 29%) – Versuchsanbau, nicht offiziell zugelassen

Ausbau & Stil: Komplexe, fruchtbetonte Cuvée mit dezenter Holznote, spontaner Gärstil, Anlehnung an weiße Rhône-Weine

Farbe: Intensives, strahlendes Gelb

Duft: Zurückhaltende, aber feine Nase mit Aprikose, Pfirsich, etwas Grapefruit, ein Hauch Quitte, leichte Tropen-Anklänge

Geschmack: Saftige, süße Frucht, die von einer pikanten, lebendigen Säure wunderbar ausbalanciert wird. Dichte, „kaufbare“ Textur, salzige Mineralität, dezent eingebundenes Holz, sehr langer, druckvoller Abgang.

Charakter: Fruchtbetonte Exotik mit Aprikose, Pfirsich und Grapefruit, komplex, kraftvoll, gleichzeitig frisch; Pfälzer Interpretation großer Weißweinrebsorten der Rhône.

Besonderheit: Rarer Wein aus Versuchsanbau; Marsanne & Viognier in Deutschland sind eine Ausnahmeerscheinung. 2022 mit 93 Falstaff-Punkten (Ulrich Sautter, 2025) bewertet.

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