Chilenischer Premium-Rotwein

Montes Alpha 2006 Aurelio Montes

Gestern hatte ich den 'kleinen' Montes im Glas. Heute soll es also der Vater, der 'Montes Alpha' sein. Schon seine Aufmachung sagt 'Ich bin etwas Besonderes': Jede Flasche ist einzeln in Seidenpapier gerollt, das Etikett ist deutlich aufwändiger gestaltet und selbst der Korken ist die extralange Version. Als mein Weinhändler ihn mir empfahl hatte er ein Glitzern in den Augen. Viel Versprechen für einen Wein; kann er das halten?

Vor den Genuss ist allerdings zunächst das Warten gesetzt. 'Mindestens eine Stunde sollte der Wein geöffnet sein, bevor man sich ihm widmet' sagte mein Weinhändler. Das soll ja nicht bedeuten, dass man ihn nicht schon einige Minuten vorher einschenken und schon einmal Farbe und Verhalten im Glas beobachten kann, oder…

Viel sämiger als sein Sohn läuft der Alpha im Glas. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis er an der Seite des Glases der Schwerkraft folgt. Farblich erinnert er eher an Kirschen, denn an Himbeeren. Selbst im Gegenlicht zeigt er kaum Schwebstoffe, trotzdem wirkt er satt und dunkel.

Ein Blick auf die Uhr – die Stunde ist endlich herum – und ich stecke meine Nase ins Glas und nehme einen tiefen Schnupperzug. Deutliche Tabaknoten kommen mir entgegen, diese hat mir der Sohn noch verweigert. Das Leder ist auch hier mit dabei, Beerenaromen treten dafür eher in den Hintergrund. Auch einen Hauch von Marzipan meine ich zu erschnuppern. Der Probierschluck bestätigt die Ankündigungen der Nase. Deutlich erwachsener wirkt der Alpha, merklich kräftiger als sein Sohn. Die Tabaknote ist hinreissend, auch das Marzipan kommt schmeckbar durch.

Wenn man sich für den Alpha entscheidet (der immerhin dopplet so viel wie der 'kleine' Montes kostet), dann sollte man ihm unbedingt die nötige Luft zum Atmen geben. Ich kann mir durchaus vorstellen, ihn das nächste Mal (und ja, es wird bestimmt ein nächstes Mal geben!) aus dem Dekanter zu geniessen. Er befindet sich meiner Meinung nach noch am Anfang seines Potentials. Was in 5 oder 7 Jahren aus ihm wird, das kann ich nur vermuten. Seine Versprechen hat dieser Wein auf jeden Fall bisher alle eingehalten.

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Chilenischer Rotwein

Montes Reserva 2008 Aurelio Montes Für dieses Wochenende habe ich ein besonderes Vorhaben geplant: Ich werde den 'Vater' und den 'Sohn' eines Weines verkosten. Das gleiche Weingut, die gleiche Rebsorte, unterschiedlicher Ausbau. Den Anfang macht der 'Sohn', ein Cabernet Sauvignon 'Montes', Jahrgang 2008.

Gleich nach dem Einschenken springt einem der 'Montes' mit einem satten, himbeerigen Ton ins Auge. Samtig läuft er an den Seiten des Glases hinunter, fast ohne 'Fensterbildung'. Ich schnuppere am Glas und er duftet wunderbar sanft und holzig mit leichten Anklängen von Beerenfrüchten, Vanille und Leder. Mein erster Schluck bekräftigt diese Eindrücke. Insgesamt ungewöhnlich weich, jedoch ohne weichlich zur wirken und mit feinen Fruchtnoten. Die jetzt klar durchschmeckende Vanillenote verdankt er wohl seiner Lagerung im Holzfass, eine Holznote ist trotzdem nur ganz dezent vorhanden.

Ein so sanfter Cabernet Sauvignon ist mir noch nicht untergekommen und eine Recherche bestätigt, was ich mir schon dachte: Hier ist noch eine weitere Rebsorte im Spiel! Der Cabernet Sauvignon wird winzerseitig mit einem Schuss Merlot ergänzt und erhält so seine wunderbare Abrundung. Diesen Wein könnte ich jederzeit trinken. Einen Platz in meinem Keller hat er auf jeden Fall schon einmal sicher. Allerdings: Wenn schon der Sohn so vorlegt, was liefert dann erst der Vater?

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Live Menü im Sai Gon

Live Menü 2009 Saigon

Live Menü im SaiGon

  • Sekt von Chardonnay und Spätburgunder, Weingut Peth-Welz mit traumhaften vietnamesischen gebackenen Frühlingsrollen – ein guter Start
  • 2008 Muskateller "Birkweiler Rosenberg" von Siener-Dr. Wettstein. Dezent, aber passt gut zur Fischsuppe.
  • 2008 Weissburgunder "äußeres Stück" Bergdolt-Reif & Nett – 87 Steigerung zum Vorgänger und ebenfalls passend zum Maishuhn 
  • 2008 Riesling Kaseler Kehrnagel Bischöfliche Weingüter Trier – 91 perfekt zu Garnelen in Orange
  • Mango Salat mit Sesam Koriander Fischsauce zur Hirschkrone – 95 
    • der Hauptgang war das Highlight – selten so guten Hirsch gegessen, zart ist untertrieben, und der Mango Salat passt wie die Faust aufs Auge oder so. Da war der Wein eher Nebensache
    • Deswegen danach 2005 La Legua Reserva Cigales – 90 
  • 2008 Muscat de Rivesaltes Domaine Laporte mit tropischen Früchten – 91 
    • von den Früchten hatten wir uns eigentlich nichts erwartet, aber Kokus-Eis mit vietnamesischen Mangos und Lychees … ohne Worte 🙂

Fazit: 

Mal wieder ein  hervorragendes Live Menü. Die Weine haben perfekt zu Gängen gepasst und die Geschmacks- und Erlebnis-Kurve ging von Gang zu Gang nach oben. Dazu toller Service in schönem Ambiente … hat viel Spass gemacht – unbedingt probieren!

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Clissey-Fermis

Château Haut-Terre-Fort 2008 Clissey-Fermis Nach mehreren eher langweiligen Weinversuchen in den letzten Tagen bin ich auf einen sehr angenehmen Weissen gekommen: Den Château Haut-Terre-Fort 'Entre-Deux-Mers'.
Kaum im Glas verströmt er schon einen satten Geruch nach Stachelbeeren mit einem Hauch Tropenfrüchte. Ein erster Schluck und es gesellen sich Anklänge von frischer Ananas und ein Hauch Kräuterwürze hinzu. Obwohl ich sonst kein Freund der Säure bin, finde ich hier den leichten Biss sehr ansprechend. Ein ganz wunderbarer Wein zum 'mal eben so trinken'. Sauvignon Blanc (daher auch die Nase) und Semillon formen sich hier zu einer ansprechenden Einheit. Trotz des jetzt langsam nahendem Herbst sollte er allerdings recht kalt genossen werden.
Ich schwankte lange zwischen drei und vier Sternen, das hervorragende Preis-/Leistungsverhältnis hat mich aber dann doch zur höheren Wertung bewogen.

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Degustation Französische Festtagsweine

Degustation Französische Festtagsweine 2009 Sopexa

Endlich mal wieder eine Verkostung französischer Weine. Diesmal im Hyatt in Hamburg. Wir hatten mit "Perlweinen" angefangen und nach ein paar unterdurchschnittlichen Rotweinen der untersten Preisklasse (mit Pellets oder Barrique lässt sich ja vieles machen) sind wir beim Champagner und Süßweinen geblieben. Und da gab es einiges tolles!

Das Buffet war auch ganz lecker – eine schöne Veranstaltung mit super netten Kontakten!

Bouvet-Ladubay

Bouvet-Ladubay

 

 

  • Bouvet Brut Cuvée Taille Princesse de Gérard Depardieu 2007 –  der erste Cremant des Schauspielers: hat uns nicht begeistert
  • Bouvet Brut Cuvée Excellence – ein Rose aus cabernet Franc, fruchtig, spritzig und kräftig. Sehr lecker!
  • Bouvet Brut Cuvée Trésor – ebenfalls ein Rose aus Cabernet Franc, etwas verhaltener und edler. Noch besser.

 

 

Charpentier

Champagne Charpentier Scev

 

Eine tolle Beratung mit vielen Informationen zum Weingut – Super nett!. Alle  Champagner aus den Rebsorten Pinot Meunier, Chardonnay und Pinot Noir in wechselnder Zusammensetzung.

  • Tradition Brut – intensives Mandelaroma, dezent
  • Reserve Brut – feine Perlen, lange im Mund, elegante Töne von Honig
  • Millesime 2004 – sehr feingliedrig , reife Frucht, dezente Dosierung – mein Favorit

Fazit: Es stimmt wohl – Champagner kann man immer und zu allem trinken. Noch keine Händler in HH, aber wohl bald – wir werden Euch informieren…

 

 

 

Univitis

Univitis

Und schon wieder eine tolles Gespräch mit viel Humor. Hier haben wir unseren Tages-Sieger verkostet: einen traumhaften Süßwein zu einem überragenden Preis/Leistungsverhältniss: Vergnes Beaulieu, AOC Sainte-Foy Bordeaux, 2004. 80% Semillion und 20% Sauvignon. Petrol, Trockenfrüchte und sehr dezenter Honig. Haben wir dann gleich nochmal zum Desert (Mandelkuchen und noch besser passend in Kombination zur Creme Brulee) perfekt auch zum Käse – habe ich schon erwähnt, dass wir diesen Wein lieben 😉

Leider gibt es ihn nur Palettenweise und noch keinen Händler in Hamburg – also wer Interesse hat: bitte mich kontaktieren! 

 

 

Coterie

Vignobles la Coterie

Auch hier haben wir "nur" den Süßwein probiert. Muscat Tradition, AOC Muscat de Beaume de Venise, 2008. Ein natürlicher Süßwein mit klassischer Muskatnote, Fruchtaromen von Aprokose und kandierter Frücht, und wie sein Vorgänger ebenfalls nicht zu dominierned süß. Genauso günstig, aber bei uns nur Platz 2.

 

 

 

 

 

 

 

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