Alte Reben

2002 Clüsserath-Weiler Während uns bei einer Probe der trockenen Rieslinge des Jahres 2002 von Clüsserath-Weiler die kleineren Weine etwas enttäuschten (insbesondere der Kabinett war ziemlich fad), ist das hier ein echter Spitzenriesling mit sehr feiner asgewogener Nase und gutem Mundgefühl. Typische Rieslingaromen und große mineralische Dichte verbinden sich zu einem großen, harmonischem Wein, der in den nächsten 5 Jahren noch gewinnen dürfte.

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Die große Saumagensause

Nun ist sie vorbei und einige Nordlichter wissen nun, was für ein
Genuss ein echter Saumagen ist: obwohl politisch sehr weit weg, würde
ich doch lieber mit meinem Namensvettern Helmut Kohl schön zu abend
essen als mit manchem meiner langweiligen Parteigenossen.

Dank zuerst an die Metzgerei „Hambel“:http://www.metzgerei-hambel.de/
in Wachenheim für die vorzügliche Herstellung und prompte Lieferung von
Saumagen, Leberknödeln und Bratwürsten.

Dazu gabs dann noch Sauerkraut, das für hiesige Verhältnisse in
gewaltiger Menge verzehrt wurde, und Kartoffelpüree aus den wunderbaren
weichkochenden Kartoffeln aus Schierhorn in der Nordheide (warum kaufen
die Leute eignetlich fast nur festkochende?

Da hat sich wohl in den Köpfen ein Euphemismus festgesetzt, der sich an
den eigenwilligen Sprachgebräuchen der Börse anlehnt – fest=sehr gut –
wo doch die weichkochenden meist weit besser schmecken und für so
wunderbare Dinge wie Gnocchi völlig unabdingbar sind –> wenn die
Gnocchi misslingen, liegts nur an der Kartoffelsorte).

Nun zu den Weinen, in der Reihenfolge, wie sie getrunken wurden (je 2
Flaschen bis auf den Gewürztraminer und die süße Auslese von Dönnhoff).


Da ich viel Zeit in der Küche zubringen musste und bei einem Essen
keine Lust zu Weinnotizen habe, gibts nur eine Auflistung (Sven oder
Reiner oder Ole können ja Ergänzungen anführen); sicher ist jedoch,
dass alle Weine von großer Klasse waren und gezeigt haben was für ein
unglaubliches Spektrum aus dem Riesling gewonnen werden kann.

Georg Mosbacher Forster (siehe auch) Ungeheuer Riesling Spätlese trocken 1997

Gleich zum Auftakt ein ganz großer Wein mit toller Mineralität, jetzt auf dem Höhepunkt

Müller Catoir Mussbacher Eselshaut Rieslaner Spätlese trocken 1998

Wie vom Rieslaner zu erwarten dominieren schöne Fruchtarmomen.

JL Wolff Forster Jesuitengarten Riesling Spätlese trocken 1999 Der
Jesuitengarten zeigt sich schön und kraftvoll, ganz anders als der
Pechstein 99 aus diesem Weingut, der zum schwächsten gehört, was wir in
letzter Zeit an Weißen getrunken haben.

Koehler-Rupprecht Kallstadter Saumagen Riesling Spätlese R 1998

Muss sein zum Saumagen; mein Favorit, ungemein karftvoll und fest.

Müller Catoir Haardter Bürgergarten Riesling Spätlese halbtrocken 1998

Als Übergang zum Käse ein Wein der vollkommenen Harmonie, wunderbar die
Ausgeglichenheit von Säure und Süße, sowas gibts nur beim Riesling aus
der Hand eines Weingroßmeisters.

Pierre Frick Grand Cru Steinert Gewürztraminer 1996

Zum Münsterkäse ein schöner Gewürztraminer, gar nicht auf parfümiertes
Bouquet gemacht, sondern auf Klarheit und Harmonie der Aromen. NAHE

Herm. Dönnhoff Niederhäuser Hermannshöhle Riesling Auslese 1989. 

Hinterher noch eine Spitze von der Nahe, weinmäßig der Höhepunkt des Abends – einfach großartig.

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Würz Maas 2

2001

Sensationell, wer einen trockenen Riesling sucht, der alles hat, was man im 9 Euro-Bereich erwarten kann, der wird hier vortrefflich bedient. Wunderbares Riesling-Bouquet, angenehm saftig am Gaumen, schön lang, feine Säure – Super.


 


Überigens: ein Wein ist ein Wein ist ein Wein er ist nicht die Mixtur aus irgendwelchen Frucht- und Floralnoten und weiß der Teufel, was manchen Leuten so in den Sinn kommt. Dieser Würz ist ein schönes Beispiel: es ist ein toller Riesling mit Riesling-Aromen und Riesling-Frucht. Ein Wein ist immer viel mehr als die Summe seiner scheinbaren Komponenten. Wie hätten Sie’s denn gern? vielleicht so: „ sehr komplexes Aromenspektrum (insbesondere Ananas, dazu Quitten, Pfirsich, Kiwis, Zitrus, deutliche Würze, feine Mineralität), “  Noch mehr? Das passt auf wieviel %?

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Münsterer Grauburgunder Spätlese trocken

1999 Göttelmann

im Barrique gereift: jawohl, das schmeckt man – aber nicht so dominant wie bei manchen (vielen ?) Chardonnays. Komplexe Frucht, gute Säure , fein abgestimmt: Super!

Dazu haben wir diesmal „Kahuna“:http://sunsite.informatik.rwth-aachen.de/cgi-bin/luding/GameData.py?gameid=8732 gespielt – ein schon etwas älteres Kosmos Spiel aus der 2 Personen Reihe: spielt sich bei jedem Spiel anders und mit neuen Strategien:

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