25. Hamburger Weinsalon 2010 (2ter Tag) – Teil 1

25. Hamburger Weinsalon 2010 (2ter Tag) – Teil 1 2010 diverse

Nach einem ausgedehnten Frühstück trieb es mich am Sonntag recht früh (11.30 Uhr) zum Hamburger Weinsalon. Die zeitige Ankunft brachte es glücklicherweise mit sich, dass die Winzer noch reichlich Zeit für ausführliche Gespräche über die Früchte ihrer Arbeit mitbringen konnten. Hier also mein Bericht:

Hobbyweingut Schlamberger

Schlamberger

Mein Lieblingswinzer des letztjährigen Weinsalons! Wie konnte ich da der sofortigen Verprobung des neuen Sauvignon Blanc widerstehen? Ein erster Schluck – da waren Sie wieder, diese herrlichen Tropenfrüchte ohne die steinig-mineralische Härte, wie man sie von anderen Sauvignon Blanc kennt. Dieses Jahr kommt es noch etwas knackiger daher und liess noch die Grasnoten vermissen. Bis zur Auslieferung (April) werden die wohl noch kommen. Ich bin schon gespannt auf die erste Flasche!

Die weiteren Weine waren ebenfalls wunderbar: Ein viel versprechender Pinot Noir (2006) der jetzt schon sehr lecker ist aber (wie auch der Winzer sagt) durchaus noch ein oder zwei Jahre bis zum Beginn seiner Spitzenphase warten kann. Dann ist er vermutlich schon ausverkauft – aber hoffentlich noch nicht ausgetrunken…

Die Grüner Veltliner – allen voran der Grand Grü 2009 – waren herrlich lecker. Dies sind ganz klar die ‚Paradeweine’ des Hobbyweingut Schlamberger; ich bleibe allerdings erhobenen Hauptes ein Freund des Sauvignon Blanc!

Ganz speziell und ein besonderer Tipp: Der Chardonnay ‚Dezemberlese’ 2008. Ich habe ihn im direkten Vergleich mit dem traditionell gelesenen Chardonnay verkostet und bin begeistert: Die längere Zeit an der Rebe und der Ausbau im Barrique haben ihn zu einem hochspannenden Chardonnay gemacht.

 

Villa im Paradies (Weingut Motzenbäcker/Krug`scher Hof) Motzenbaecker

Bleiben wir noch eine Weile beim Chardonnay. Ich bin absolut kein Freund dieser Rebsorte. Zu viele langweilige Chardonnay auf ‚Supermarkt-Niveau’ haben mich zu dieser Ansicht gebracht…Bis ich auf dem Hamburger Weinsalon mit ganz wunderbaren Gegenbeispielen konfrontiert wurde!

Das am hellsten leuchtende Beispiel für einen Chardonnay konnte ich beim Weingut Motzenbäcker verkosten: den Chardonnay Spätlese trocken ‚Mond-Eiche’ 2007. Feine Frucht und eine nur ganz leicht kitzelnde Säure. So rund kannte ich bis dahin noch keinen Chardonnay! Der Höhepunkt war ein zarter Vanillehauch, den dieser Wein am Gaumen hinterlässt. Atemberaubend! Es gibt auch einen Riesling in ‚Mond-Eiche’; dieser war leider, leider nicht unter den Salonweinen. Schade!

Dieser Winzer (Motzenbäcker und Krug’scher Hof gehören zusammen) hat ebenfalls einen sehr guten Pinot Noir im Angebot: Krug’scher Hof Pinot Noir trocken 2006. Eine den Gaumen herzende Kakaonote und eine leichte Ahnung von Lakritze… Sehr empfehlenswert!

 

 

 

 

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25. Hamburger Weinsalon

25. Hamburger Weinsalon 2010 diverse

Der 25. Hamburger Weinsalon hat wieder Riesenspass gemacht und viele, tolle Gespräche ermöglicht. Unsere Salon-Sieger sind diesmal 2008 Riesling Kabinett feinherb vom Weingut Dr. Siemens (1), der Gewürztraminer (St. Annagut) beim Weingut Lergenmüller (12) – dort haben auch die anderen Weine (6) prima gemundet! –   und wieder mal der Sauvignon blanc vom Hobbyweingut Schlamberger (3) – Danke für das tolle Gespräch :).

Spannende neue Sorten präsentierte das Weingut Brenneis-Koch: super interessant die Viognier Spätlese trocken! (7). Der Pinot Noir braucht wohl noch 2 Jahre, verspricht aber jetzt schon viel. 

Beim Weingut Vollmer haben wir schöne Informationen bekommen: mit dem Bietigheim Schalkstein Muskattrollinger (hat überhaupt nichts mit Trollinger zu tun) wird versucht eine schon in der Bibel erwähnte Traube wieder zu beleben (11) – mir war er viel zu lieblich. Die Gewürztraminer Auslese wird an steilen Hängen handverlesen und in bis zu 60kg schweren Körben getragen. Die Träger können sich ja dann für die Everest Tracks bewerben. 

Die Blaufränkischen von der Genossenschaft Leitharberg: super, aber leider steigen die Preise steil an (4).

Den Sonderpreis für die schönste Tischdekoration geht an das Weingut Rinklin – und die Spätburgunder waren auch lecker (9).

Sehr lange und nett haben wir uns auch am ungarischen Tisch mit den Vertetern der Balaton Borgaleria unterhalten (10). Ganz tolle Rotweine zu einem Super Preis/Leistungs-Verhältniss (mein Favorit lag aber auch bei 20€). 

Und über den Rum (12) und mehr  wird Sebastian berichten – der war am 2.ten Tag unterwegs. 

Fazit: Super viel Spass und zu wenig Zeit. Das nächste mal plane ich fest 2 Tage ein !

[siehe auch 2.Tag]

25. Weinsalon 

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Pinot Noir aus Neuseeland

Pinot Noir 2007 Koru

Eine neue Variante Pinot Noir – hat Helmut zum Verkosten mitgebracht: diesmal aus Neuseeland. Typische Frucht der "Übersee" Pinot Noir, aber dieser hier ist noch kräftiger in der Nase und hat sehr schöne Beerenaromen. Im Mund sehr druckvolle Frucht (Beeren, Pfaume, Tabaknoten), vollmundig mit langem, weichen und extrem geschmeidigen Abgang – insgesamt sehr fruchtbetont aber äußerst lecker und vor allem im Nachhall sehr beeindruckend!  

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Eiswein 2007

Eiswein 2007 Marcus Stein Ich hatte passend zum Wetter den Eiswein schon mal in den Kühlschrank gelegt. Lecker! Sehr schöne, dezente und zurückhaltende  Süße. Eine wunderbar goldene Farbe. Sehr komplex im Mund, langer Abgang mit leichten Bitternoten. Ein Kandidat für den direkten Vergleich mit unserem derzeitigen Favoriten: Laibach – der ist nur immer gleich ausverkauft … mehr davon bald!

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