Jan 022005
 

2004 HSK Wenn man die Themen von vielen unserer Proben, insbesondere der von Ole,
betrachtet, so stand  dieses Jahr ganz im Zeichen des Jahrgangs 2003 in
Deutschland: was wurde nicht alles geschrieben und erzählt, in der Summe gab
es weit mehr Enttäuschungen als große Weine. Für mich war das Saar-Weingut
‚von Othegraven‘ die große Überraschung und der Kanzemer Altenberg
neben der Spätlese R aus dem Kallstadter Saumagen von Koehler-Ruprecht von
1998 mein Weißer des Jahres (die später auf den Markt gekommenen sog. Großen
Gewächse sind noch alle viel zu jung und zu teuer). Die Weine von Jung aus
dem Rheingau von 2003 und ein paar Löwensteine habe ich noch in den Keller
gelegt, die brauchen auch noch Zeit. Genial gut war noch der Chardonnay
Spätlese „R“ 1996 (!perfekt gereift!) vom Ökonomierat Rebholz aus
Siebeldingen.

Nun zu den Roten: bei Michael Q. gabs mal einen Kurni (Jahr entfallen), das
war doch recht beeindruckend wie der das Barrique (angeblich zweifach belegt
mit neuem Holz) einfach so weggesteckt hat; ob da mal ein ganz großer Wein
draus wird oder ob der quasi verdunset wie so viele von diesen Neuen,
speziell Italienern, das wir sich zeigen. Ja, meine Freunde aus dem Land, wo
die Zitronen blühn (wo steht denn dieses schöne Gedicht-Ole, lach‘
nicht!)-Dahin! Dahin! Mögt ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn- was hab Ihr
doch früher für wunderbare Weine gemacht: der 1978er Barolo Falletto (weißes
Etikett, die leere Flasche wollte Michael unbedingt mitnehmen, so gibt’s
kein Foto) von Bruno Giacosa war das absolute Highlight des Jahres. Von den
jüngeren Weinen hervorzuheben ist der Numanthia 99 aus Toro und dann noch
ganz groß Valiniere 2000 von Barall aus Faugeres, dazu noch der Granges des
Peres 2000.

Christoph Fiege vom oxhoft-Weinhandel hat die Weinfreunde zur großen
Süßweinprobe eingeladen (Michael hat davon berichtet); das war sehr schön
und die meisten der Weine waren große Klasse (hatte keine Lust, was zu
notieren, der Genuss war mir wichtiger).

Um bei den Weinhändlern zu bleiben: diese Menschen sind sehr wichtig,
schließlich ermöglichen sie uns erst den Kauf dieser schönen Sachen (wer
kann schon ständig herumfahren und nach Trinkbarem suchen? Dann hätte sich
meine tolle Frau schon längst scheiden lassen), und es gibt auch noch jene,
die das Geschäft mit Enthusiasmus und Verstand betreiben auf der Basis
solider Kenntnisse und eines guten Gaumens. Zu diesen gehört Norbert Ehret,
Inhaber des Weinhandels VINISUD, der uns obendrein nicht mit blumigen
Phantasie-Elogen aus 1001-Alkoholnacht belästigt, er ist mein Weinhändler
des Jahres (http://www.weintroedler.de/start/start.asp).

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