Jan 182010
 

25. Hamburger Weinsalon 2010 diverse

Der 25. Hamburger Weinsalon hat wieder Riesenspass gemacht und viele, tolle Gespräche ermöglicht. Unsere Salon-Sieger sind diesmal 2008 Riesling Kabinett feinherb vom Weingut Dr. Siemens (1), der Gewürztraminer (St. Annagut) beim Weingut Lergenmüller (12) – dort haben auch die anderen Weine (6) prima gemundet! –   und wieder mal der Sauvignon blanc vom Hobbyweingut Schlamberger (3) – Danke für das tolle Gespräch :).

Spannende neue Sorten präsentierte das Weingut Brenneis-Koch: super interessant die Viognier Spätlese trocken! (7). Der Pinot Noir braucht wohl noch 2 Jahre, verspricht aber jetzt schon viel. 

Beim Weingut Vollmer haben wir schöne Informationen bekommen: mit dem Bietigheim Schalkstein Muskattrollinger (hat überhaupt nichts mit Trollinger zu tun) wird versucht eine schon in der Bibel erwähnte Traube wieder zu beleben (11) – mir war er viel zu lieblich. Die Gewürztraminer Auslese wird an steilen Hängen handverlesen und in bis zu 60kg schweren Körben getragen. Die Träger können sich ja dann für die Everest Tracks bewerben. 

Die Blaufränkischen von der Genossenschaft Leitharberg: super, aber leider steigen die Preise steil an (4).

Den Sonderpreis für die schönste Tischdekoration geht an das Weingut Rinklin – und die Spätburgunder waren auch lecker (9).

Sehr lange und nett haben wir uns auch am ungarischen Tisch mit den Vertetern der Balaton Borgaleria unterhalten (10). Ganz tolle Rotweine zu einem Super Preis/Leistungs-Verhältniss (mein Favorit lag aber auch bei 20€). 

Und über den Rum (12) und mehr  wird Sebastian berichten – der war am 2.ten Tag unterwegs. 

Fazit: Super viel Spass und zu wenig Zeit. Das nächste mal plane ich fest 2 Tage ein !

[siehe auch 2.Tag]

25. Weinsalon 

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Jan 032010
 

Pinot Noir 2007 Koru

Eine neue Variante Pinot Noir – hat Helmut zum Verkosten mitgebracht: diesmal aus Neuseeland. Typische Frucht der "Übersee" Pinot Noir, aber dieser hier ist noch kräftiger in der Nase und hat sehr schöne Beerenaromen. Im Mund sehr druckvolle Frucht (Beeren, Pfaume, Tabaknoten), vollmundig mit langem, weichen und extrem geschmeidigen Abgang – insgesamt sehr fruchtbetont aber äußerst lecker und vor allem im Nachhall sehr beeindruckend!  

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Okt 122009
 

Montes Alpha 2006 Aurelio Montes

Gestern hatte ich den 'kleinen' Montes im Glas. Heute soll es also der Vater, der 'Montes Alpha' sein. Schon seine Aufmachung sagt 'Ich bin etwas Besonderes': Jede Flasche ist einzeln in Seidenpapier gerollt, das Etikett ist deutlich aufwändiger gestaltet und selbst der Korken ist die extralange Version. Als mein Weinhändler ihn mir empfahl hatte er ein Glitzern in den Augen. Viel Versprechen für einen Wein; kann er das halten?

Vor den Genuss ist allerdings zunächst das Warten gesetzt. 'Mindestens eine Stunde sollte der Wein geöffnet sein, bevor man sich ihm widmet' sagte mein Weinhändler. Das soll ja nicht bedeuten, dass man ihn nicht schon einige Minuten vorher einschenken und schon einmal Farbe und Verhalten im Glas beobachten kann, oder…

Viel sämiger als sein Sohn läuft der Alpha im Glas. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis er an der Seite des Glases der Schwerkraft folgt. Farblich erinnert er eher an Kirschen, denn an Himbeeren. Selbst im Gegenlicht zeigt er kaum Schwebstoffe, trotzdem wirkt er satt und dunkel.

Ein Blick auf die Uhr – die Stunde ist endlich herum – und ich stecke meine Nase ins Glas und nehme einen tiefen Schnupperzug. Deutliche Tabaknoten kommen mir entgegen, diese hat mir der Sohn noch verweigert. Das Leder ist auch hier mit dabei, Beerenaromen treten dafür eher in den Hintergrund. Auch einen Hauch von Marzipan meine ich zu erschnuppern. Der Probierschluck bestätigt die Ankündigungen der Nase. Deutlich erwachsener wirkt der Alpha, merklich kräftiger als sein Sohn. Die Tabaknote ist hinreissend, auch das Marzipan kommt schmeckbar durch.

Wenn man sich für den Alpha entscheidet (der immerhin dopplet so viel wie der 'kleine' Montes kostet), dann sollte man ihm unbedingt die nötige Luft zum Atmen geben. Ich kann mir durchaus vorstellen, ihn das nächste Mal (und ja, es wird bestimmt ein nächstes Mal geben!) aus dem Dekanter zu geniessen. Er befindet sich meiner Meinung nach noch am Anfang seines Potentials. Was in 5 oder 7 Jahren aus ihm wird, das kann ich nur vermuten. Seine Versprechen hat dieser Wein auf jeden Fall bisher alle eingehalten.

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Okt 112009
 

Montes Reserva 2008 Aurelio Montes Für dieses Wochenende habe ich ein besonderes Vorhaben geplant: Ich werde den 'Vater' und den 'Sohn' eines Weines verkosten. Das gleiche Weingut, die gleiche Rebsorte, unterschiedlicher Ausbau. Den Anfang macht der 'Sohn', ein Cabernet Sauvignon 'Montes', Jahrgang 2008.

Gleich nach dem Einschenken springt einem der 'Montes' mit einem satten, himbeerigen Ton ins Auge. Samtig läuft er an den Seiten des Glases hinunter, fast ohne 'Fensterbildung'. Ich schnuppere am Glas und er duftet wunderbar sanft und holzig mit leichten Anklängen von Beerenfrüchten, Vanille und Leder. Mein erster Schluck bekräftigt diese Eindrücke. Insgesamt ungewöhnlich weich, jedoch ohne weichlich zur wirken und mit feinen Fruchtnoten. Die jetzt klar durchschmeckende Vanillenote verdankt er wohl seiner Lagerung im Holzfass, eine Holznote ist trotzdem nur ganz dezent vorhanden.

Ein so sanfter Cabernet Sauvignon ist mir noch nicht untergekommen und eine Recherche bestätigt, was ich mir schon dachte: Hier ist noch eine weitere Rebsorte im Spiel! Der Cabernet Sauvignon wird winzerseitig mit einem Schuss Merlot ergänzt und erhält so seine wunderbare Abrundung. Diesen Wein könnte ich jederzeit trinken. Einen Platz in meinem Keller hat er auf jeden Fall schon einmal sicher. Allerdings: Wenn schon der Sohn so vorlegt, was liefert dann erst der Vater?

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Okt 102009
 

Live Menü 2009 Saigon

Live Menü im SaiGon

  • Sekt von Chardonnay und Spätburgunder, Weingut Peth-Welz mit traumhaften vietnamesischen gebackenen Frühlingsrollen – ein guter Start
  • 2008 Muskateller "Birkweiler Rosenberg" von Siener-Dr. Wettstein. Dezent, aber passt gut zur Fischsuppe.
  • 2008 Weissburgunder "äußeres Stück" Bergdolt-Reif & Nett – 87 Steigerung zum Vorgänger und ebenfalls passend zum Maishuhn 
  • 2008 Riesling Kaseler Kehrnagel Bischöfliche Weingüter Trier – 91 perfekt zu Garnelen in Orange
  • Mango Salat mit Sesam Koriander Fischsauce zur Hirschkrone – 95 
    • der Hauptgang war das Highlight – selten so guten Hirsch gegessen, zart ist untertrieben, und der Mango Salat passt wie die Faust aufs Auge oder so. Da war der Wein eher Nebensache
    • Deswegen danach 2005 La Legua Reserva Cigales – 90 
  • 2008 Muscat de Rivesaltes Domaine Laporte mit tropischen Früchten – 91 
    • von den Früchten hatten wir uns eigentlich nichts erwartet, aber Kokus-Eis mit vietnamesischen Mangos und Lychees … ohne Worte 🙂

Fazit: 

Mal wieder ein  hervorragendes Live Menü. Die Weine haben perfekt zu Gängen gepasst und die Geschmacks- und Erlebnis-Kurve ging von Gang zu Gang nach oben. Dazu toller Service in schönem Ambiente … hat viel Spass gemacht – unbedingt probieren!

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Jun 272009
 

Cabernet Sauvignon 2006 Francis Coppola

Sehr fruchtiger, druckvoller und dichterCabernet Sauvignon. Würzig und voll im Mund, schöner Abgang. Ich habe schon lange keinen Cabernet Sauvignonmehr gekauft, dieser könnte mich glatt wieder verleiten 😉

Dazu haben wir unser derzeitiges Dauerspiel gespielt: Die hängenden Gärten von Din Li – das wurde bei Karstadt verramscht: welch Fehler oder besser Gelegenheit! Zwar verliere ich dauernd, aber es macht Spass, ist leicht zu erklären und immer wieder herausfordernd: wenn ich verliere liegt es am Glück, ansonsten am Können 🙂

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Apr 282009
 

Pinot Noir 2005 Irony Die Pinot Noirs aus Übersee haben einen deutlich sonnigeren Charakter. Hier schmeckt man die Sonne Kaliforniens deutlich. Sehr fruchtig in Nase und Mund, deutlich dunkler in der Farbe als die Europäer, langer würziger Abgang. Im Mund Beeren, Nüsse und Cola – toll was man aus Pinot Noir alles machen kann! 90 Punkte!

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Apr 092009
 

Villa Maria 2007 Marlborough

Wie ihr seht, koste ich mich konsequent durch die Pinot Noir. Der (die?) Villa Maria von Marlborough ist traumhaft (das behaupte ich Moment wohl von allen:). Beerenaromen, Würze, Tabak, Vanille ,kräftige Frucht , Pflaumen. Dieser hat auch in der Nase deutliche Aromen. Und dazu ein klasse Preis/Leistungs-Verhältnis. Ich bin ungeheuer gespannt, was ich auf dieser Reise noch alles finde!

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Apr 072009
 

Pinot Noir 2006 Ernst & Co Das scheint mein Jahr der Pinot Noir zu werden! Zuerst der Frühburgunder auf dem Hamburger Weinsalon, dann ein toller  Pinot Noir von Kloster am Spitz im Restaurant Nil – von dem werde ich sicher noch mehr berichten und nun Ernst & Co. Schöne Würze, gut eingebundene Tannine, Beerenaromen und langer Abgang. Das wird eine spannende Entdeckungsreise!

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Mrz 262009
 

Barolo 1989 diverse

Welch eine Probe – 7 Barolos von 1989: 20 Jahre alte Juwelen mit einer unglaublichen Vielfalt an Aromen, Farben, Geschmacksvariationen … 

 

Barolo 89 

 

  • Azelia Bricco Punta '89
  • Elio Grasso Vendemmia '89
  • Massolino Vigna Rionda '89
  • Anselma '89
  • Bartolo Mascarelo '89
  • Rocche Dei Manzoni Riserva '89
  • Accomasso Vigneto Rocchette '89
Faszinierend welch Farb. und Aromenvielfalt diese Weine bieten. Und dass wir nicht eindeutig alle erkannt haben. Mein Favorit war der Massolino – das allerdings auf höchstem Niveau! Eine traumhafte Probe: Danke Helmut !
 

 

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