Sep 132004
 

1978 Bruno Giacosa August 2004: Flasche Nr. 0906 von 6440
Grandioser, wunderbarer Barolo; dies war meine letzte Flasche, mit 26 Jahren perfekt gereift, aber kein Hauch von Alter.
Es wird ja manchmal der 78er von Giacosa als einer der größten Barolo gepriesen, aber dieser hier mit dem weißen Etikett gefällt mir noch besser; vom Roten hab ich noch ein Fläschchen, dann könne wir das ja testen, liebe Freunde-ich freue mich schon darauf.
Dies war der Höhepunkt eines tollen Barolo-Abends im August (gute Weine schmecken immer!); sonst wurde verkostet:
Giacosa Villero 1982 (weiß)
Vietti riserva ‚Villero‘ 1982
Vietti Rocche 1982
Vietti Rocche 1978

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Okt 222003
 

1974 Die letzte Flasche dieses grandiosen Weines; leider hätte ich mich daran halten sollen, den Wein dann zu trinken, wenn er am besten schmeckt, und das war vor 4 Jahre: die damls getrunkene Flasche war einer der besten Barolo überhaupt – neben einem 78 Giacose Rocche (weißes Etikett!). Jetzt ist er schon etwas zu alt, aber immer noch spannend im seiner Aromatik.

Das Haus Vietti machte immer betont traditionellen Barolo – das bezieht sich auf meinen Horizont, und der endet 1990. Bis dahin ein absoluter Spitzenerzeuger mit seltenen Enttäuschungen (Barolo 83). Leider sind auch hier die Preise davongelaufen.

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Okt 222003
 

1997 Fantastischer Barbera von Elio Grasso, tiefdunkel im Glas, herrliche Fruchtaromen, mächtig, doch keine Spur alkoholisch trotz 14,5%, kein junges Holz schmeckbar. (Himmelfahrt 2003)

Einige 89er und 90er Barolo dieses Meisters schlummern noch im Keller, kommen demnächst mal ans Licht. Seinen Barbera, speziell den Vigna Martina, schätze ich sehr. Das bestätigt dieser grossartige Wein.

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Okt 222003
 

Dies ist neben seinem Bruder Giacomo eines der Spitzenweingüter des Piemont; ein Besuch lohnt sehr, man ist dort sehr zuvorkommend und nett. Nachdem ein Colonello 90 schon ziemlich müde war, habe ich fast alle Barolo bei Koppe versteigert (die bringen gutes Geld für neue Weine).

Bussiador Bianco 1997

Der Barrique-Chardonnay war eine große Enttäuschnung, kein Charme, keine Frucht, müde, oder war das gerade eine schwache Phase und er wäre in ein paar Jahren gut gekommen? Wer weiß das? (Apr 03) Mal sehen, was der 98er macht.

Barbera Conca Tre Pile 1995

Letzte Anklänge an Holz, gewaltige Säure, die anfangs zu sehr dominiert; durch das viele Rhone- und Languedoc-Trinken sind wir so was nicht mehr gewohnt (der Geschmack ist eine sehr erziehungabhängige Sache, weshalb man trefflich darüber streiten kann). Am folgenden Tag sehr schöner, angenehmer typischer Barbera. Bezüglich des Alterungsverhaltens von Barbera werden wir hier noch Interessantes berichten können; ein 89er Barrique-Barbera von Scavine zeigte sich vor unserer Twiki-Zeit in schwacher Form, aber es gibt noch 90er Vigna del Noce (?) von Trinchero.

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Okt 222003
 

Die meisten meiner ca. 100 Flaschen von Prunotto habe ich verkauft; Parker hat viele Punkte vergeben und so gut sind sie nicht; nur den Montestefano wollte keiner haben – dann trinken wir die paar Flaschen selber.

Barbaresco Montestefano 1990

Schon leicht angegraut (da passt er gut zu mir), aber noch gut in Form, typischer Nebbiolo ohne die Armomen, die’s ausmachen; zum Großen Wein fehlt doch eine ganze Menge.

Barolo 90

Leider schon welk und down, Parker würde sagen: *in serious decline*. Schade, dass viele Barolo und Barbaresco des hochgelobten 90er Jahrgangs früh und schlecht altern und dann diese bitteren Aromen entwickeln, die nur unangenehm sind; zum Kochen eignen sie sich hervorragend. Was sagt denn der Merum-März dazu, wo doch Barolo sein Lieblingswein ist, wie er gerade wieder verkündet hat (war auch mal mein Liebling, der Barolo). März ist sicher ein sehr erfahrener und ehrbarer Verkoster, aber seine extreme Abneigung gegen Barrique-Weine ganz allgemein nervt etwas; beim Barolo finde ich Barrique (neues) genauso unmöglich wie beim Riesling, aber manchem kraftvollen Barbera tut das ganz gut. Holz ist gut, wenn man wilde Weine zähmen will, aber grauenhaft, wennn dadurch aus einem leeren nichts ein Tiger gezaubert werden soll.

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Okt 222003
 

Produttori del BARBARESCO

Zum Hochzeitstag am 30. März sollte es ein Brassato werden, diesmal mit Barbaresco; aber welchen nehmen? Es sollte einer sein, der schon etwas an Altersschwäche leidet, was fürs Kochen ideal ist (probiert mal einen heißen Nebbiolo, da kommen die typischen Aromen ganz stark raus!). Also entschied ich mich für den 90er Ovello; die beiden andern dann zum Essen, und das war auch richtig so.

Riserva Ovello 1988

Sicher noch besser in Form als der 90er, aber mit einem schwer zu identifizierenden Ton, die 10-jährige Tassja meinte der richt nach Ei.

Riserva Ovello 1989

Sicher der beste der Terzetts.

Riserva Ovello 1990

Die Soße war wunderbar.

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Okt 222003
 

1990 Busso Piero Der Barbaresco von Busso Piero kam auch zur Hälfte in den Braten; man hätte ihn besser schon vor ein paar Jahren getrunken; manchmal frage ich mich aber auch, ob meine Abneigung gegen diese älteren Weine vielleicht damit zusammenhängt, dass ich in den letzten Jahren zum einen die bevorzugte Weinregion gewechselt habe (Vom Piemont an Rhone und ins Languedoc – allein die Preise!) und auch viele junge, meist in neuen Holz ausgebaute Weine trinke, wobei ich dem Barrique-Einsatz skeptisch gegenüberstehe- von Chips und solchen Gewürzen ganz zu schweigen.

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Okt 222003
 

1989 Braucht noch Luft. Ein ganz traditioneller, hervorragender Barolo aus der Werkstatt des Altmeisters Giovanni Accomasso La Morra, ganz nahe bei Altare, dessen Barolo wahrscheinlich besser wären, hätte er öfter den Rat des Meisters befolgt (Altares normaler 89er ist ein ganz schlapper Lappen – nichts gegen seinen Vigna Larigi).

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Okt 222003
 

1989 Während der Skatrunde zu den tollen Spaghetti von Gunda mal einen gereiften Barolo und keinen Chianti (der war schon weg). Für einen Barolo aus dem Top-Jahr 1989 schon gut gealtert, aber noch angenehm zu trinken mit den typischen Barolo-Aromen. Zum Essen sehr geeignet; überhaupt finde ich, dass sich alte Weine zum Essen oft erstaunlich gut eignen.

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Okt 222003
 

1990 Parusso Parusso ist in Deutschland relativ unbekannt, die Qualität seiner Barolo ist überragend; dieser an Silvester 2002 getrunkene Bussia aus dem Jahrgang 1990 ist einer der besten von den vielen, die ich schon getrunken habe: großer eleganter Körper, im Mund herrliche Fülle, und wie es sich für einer Barolo gehört: viel Teer in der Nase – goudron- profumo tipico di grandi vini rossi invecchiati, perfezione nel dettaglio. Sicher einer der besten aus diesem insgesamt überschätzten Jahrgang (89 ist besser).

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