Jun 022003
 

2001 Domaine de Fondreche, Cotes du Ventoux

Am Anfang etwas bitter, zeigt dann gute Form, viel gute Grenache. Am nächsten Tag dann etwas kühler (14%) wesentlich besser; dies Weine sollte man immer lieber etwas kühler trinken. Ich bin immer begeistert, wenn Gäste meinen, der Wein könnte doch etwas wärmer sein, wenn er eh schon fast kocht.

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Jun 022003
 

1998 Eine große Enttäuschung: sehr dunkel im Glas mit leichten, süßlichen Holztönen und Tanninen aus dem Holz, fehlt diesem Wein die Aromatik und der Biss, die den Copa Santa in 1998 und 2000 so unwiderstehlich machen. Auch die Belüftung über 24 Stunden verbessert nichts. Die Lobeshymnen von Tino Seiwert sind mir unverständlich, der Wein ist wohl nicht so auf die Flasche gekommen, wie er aus dem Fass schmeckte: eine Korrektur wäre da angebracht.

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Mai 232003
 

Vieilles Vignes 2000

eher simpler Südfranzösicher Wein ohne besonderen Character (Terroir).

Grand Cuvee 1998

Ist der kleine so schwach, weil der große so stark ist? Tiefschwarz fließt der Wein ins Glas und verströmt die Aromen des Südens. Auch am Gaumen ungemein gut und lang, ganz feine Tannine, kein junges Holz; ein großer Wein. (Mai 03)

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Mai 022003
 

1999 Chateau de la Negly, Coteaux du Languedoc

Der 2000 hat uns im Frühjahr sehr gut gefallen, doch dieser 99er ist entsetztlich schwach; vor allem der Alkohol steht so dominant im Glas, dass man gar keine Freude hat – eine schwere Enttäsuchung, vor allem sehe ich hier kaum Chancen auf eine Besserung im Alter. Stimmen die Gerüchte um die schlechten Alterungsfähigkeiten (das Potential! wau) dieser Weine?

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Apr 202003
 

1998 Schwarz steht der Wein im Glas, braucht noch etwas Luft, zeigt dann, dass er ein großer Terroir-Wein ist; sehr guter Umgang mit dem Holz. Gemessen am Preis ist der Copy Santa immer einer der besten des Südens. Der 95er ist noch lange nicht fertig, auch dieser hat noch beachtliches Potential; mal sehen was die 2000er machen.(Apr. 03)

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Apr 122003
 

Pica Broca 2001 Coteaux du Languedoc

Einfacher, aber sehr klarer und sauberer Wein, typisch.

La Sauvageonne 2001

Ein Cuvee aus 85% Merlot 10%CS und (da muss ich nachschauen). Aus einer Blindprobe mit lauter verschiedenen Rebsorten, auf Merlot ist hier niemand gekommen; überhaupt hat sich gezeigt, dass der massive Einsatz von neuem Holz die Rebsorten-Charakteristik sehr stark verschleiert (wenn man’s weiß, ist es immer einfach etwas typisches hineizulesen!). Ist aber ein sehr schöner Wein, der in den nächsten Jahren noch stark zulegen wird; schon jetzt gut zu trinken. Sehr gutes Preis-Qualitätsverhältnis (auch beim Pica Broca).

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Feb 192003
 

1999 PIC SAINT LOUP

Leider Kork, zuerst ganz schwach, so dass man es noch versucht in der vergeblichen Hoffnung, es werde alles gut. Dennoch konnte man schmecken, dass da ein kraftvoller, leicht vom neuen Barrique geprägter Wein im Glas ist. Das was umso erstaunlicher, als der 2000er bei einer Probe vor ein paar Wochen gar nicht gut aussah und gegen den Valflaunes (un peu du toi) und den normalen von Daumarie abfiel; eine Flasche davon ist noch im Keller.

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Feb 122003
 

Michel Louison FAUGERES

Wenn Barral einer der jungen wilden Stars im Languedoc ist, dann ist Michel Louison der alte Großmeister in Faugeres; leider hat er sein Weingut verkauft und es gibt dann wohl keine Weine mehr von ihm aus den Kellern von Estanilles; ob er sich gänzlich aufs Altenteil zurückzieht wird sich noch zeigen.

Nun zum Wein. Zuerst sehr verschlossen, dann aber in der Nase pure Syrah auf Schiefer, tolle Mineralität, da merkt man trotz sehr unterschiedlicher Stilistik die Verwandschaft zu Barral. Im Mund sehr streng und kompakt, ein Monolith, es fehlen die leichten Anflüge von Fruchtsüßße, die der Barral hat, was vielleicht auf einen gewissen Grenache-Anteil in Jadis zurückzuführen ist. Im Lauf des Abends wird er immer besser. Große Erwartung für die zweiten Hälfte am nächsten Abend, die dann aber leider nicht erfüllt wird: keine Verbesserung, es dominiert jetzt die Säure, aber dennoch ein sehr schöner Wein. In einigen Jahren wird er sich strahlend zeigen.

Übrigens meine ich, dass man aus der Entwicklung eines Weines über ein zwei Tage nicht ohne weiteres auf seine Haltbarkeit und sein Zukunftspotential schließen kann. Da ich fast immer eine Flasche über mehrere Tage trinke (meine Frau trinkt nur Weißen, und vom Alkoholiker bin ich noch ein Stück entfernt), habe ich da Erfahrungen gesammelt; der Hecate 2000 von Laffont z.B., ein Madiran (Zitat: Pechschwarz glänzt er im Glas, für das Auge undurchdringlich. Geheimnisvoll öffnet sich das Spektrum tiefgründiger Aromen. Dunkle Beeren, dezent Kaffe und Kakao, etwas Graphit wie bei einem großen Lafite, der Holzeinsatz ist perfektioniert. Große Dichte am Gaumen, höchst konzentriert, ohne aber fett zu sein. Massen von männlicher, reifer Frucht, perfekte Tannine, die stützen und eine große Länge verleihen. Ein sensationeller Stoff, der für Madiran-Verhältnisse eine tolle Eleganz besitzt –> sehr amüsant, vor allem die männliche Frucht?? mein Kommentar: Wein ist ein Abenteuer-, aber kein Fantasy-Roman), zeigte sich am ersten Tag überraschend zugänglich, fiel dann aber nach 24 Stunden merklich ab, dennch dürfte er uns noch viele Jahre erfreuen.

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Feb 082003
 

1998 PIC SAINT LOUP

Niemals zufrieden, das ist doch ein Klasse-Wahlspruch, der sicher für viele der jungen Spitzenwinzer im Languedoc gilt. Neben Morties gibt es eine ganze Reihe vorzüglicher Domänen dieses nahe Montpellier gelegenen Gebiets.

Meinem Eindruck nach wird im Pic Saint Loup mehr mit neuen Barriques gearbeitet als z.B. im Faugeres. Das ist jedoch ein eigenes Thema, auf das wir noch kommen werden, besonders dann, wenn es fragwürdige Ergebnisse hervorbringt wie im Piemont (hat jemand schon mal einen richtig guten gereiften Barrique-Barolo getrunken??) oder zu solch falschen Aussagen führt wie: der Wein ist länger haltbar, weil er im Barrique ausgebaut wurde.

Der 98er jamais Content hat sehr schönens, elegantes Holz und kann das auch sehr gut vertragen. Er präsentiert sich sehr voll, braucht aber sicher noch ein paar Jahre Zeit, um richtig harmonisch und fein zu werden. Ich bin auf den 2000er gespannt, der damnächst drankommt.

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Feb 022003
 

1993 PIC SAINT LOUP

Mal sehen wie sich diese Weine aus dem französichen Süden so halten. Die Grand Cuvee von jean Orliac ist schon etwas angegraut und ausgewaschen, dennoch noch gut zu trinken, aber der große Trinkspaß fehlt; hat seinen Höhepunkt schon einige Zeit überschritten, was man auch an der Farbe sehen kann (Die Farbe des Weins wird meiner Meinung nach bei vielen Verkostern völlig überschätzt, was sicher daran liegt, dass man hier etwas Konkretes mit den Augen festhalten kann, was beim Geschmack nicht oder nur über Metaphern geht – und dann oft ins geschwätzige abgleitet). Ich bin gespannt auf den 99er.

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