Mai 132017
 

Es wird Zeit dieses Blog endlich wieder zu beleben –  tolle Weine habe ich ja im letzten Jahr genug getrunken, hatte aber wohl eine Schreibblockade – auf geht’s! Und es soll nicht nur um Weine gehen, sondern auch um das drumherum: vor allem um Spiele … viel Spass.

Nach einer wundervollen Woche in Marrakesch mit zwangsläufig wenig Alkohol und leider doch eher enttäuschendem Essen aber tollen Eindrücken hatte ich Lust auf richtig guten Barolo. Was soll ich mehr sagen: Gavi Dagromis ist perfekt – schon die erste Nase hat mich glücklich gemacht (oweh: wenn das KI interpretiert tendiert das wohl in Richtung Pulver:) .. da will man ewig riechen und traut sich gar nicht schmecken. ABER – was folgt … traumhaft! Würzig und samtig im Mund, leicht und schwer, komplexe Aromen, viele Beeren … alles was meinen perfekten Barolo ausmacht, ich bin begeistert!

92 Punkte

Dazu wird es dann nachher unser Lieblings-Essen nach Urlauben (ausser in Italien) geben: weltbeste Tomatensoße mit Spaghetti – eine Dose Mutti, 70g Butter + eine halbe Zwiebel (ganz), 1h leicht köcheln … fertig

Und vorher haben wir unser Urlaubs-Spiel zu zweit ausprobiert (im Urlaub mit der Lieblingstochter zu dritt  – die hat dauernd gewonnen:): Imhotep. Auf der Auswahlliste Spiel des Jahres 2016. Ein tolles Spiel mit leichten Regeln, aber viel Optionen, sehr viel Interaktion und Strategie, ein bisschen Glück – und in 40 spannenden  Minuten gespielt. Zu zweit taktischer und enger aber genauso viel Spaß.

 

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Mrz 222016
 

  Spätburgunder aus Baden hatte ich noch nicht so viele glaube ich – das wird sich wohl ändern. Was die beiden da Hand in Hand produziert haben ist toll. Ein auf den ersten Eindruck leichter, frischer Spätburgunder der plötzlich gewaltig Druck im Mund entwickelt, würzig, viele Beerenaromen, viel Kirsche, allerdings eher kurz im Abgang aber vielschichtig und mit viel Spaß!

89 Punkte

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Jan 032016
 

Erster Eindruck – der böchselt … aber im positiven Sinn! Erdig, deftig , schwer , ein bisschen Dung … Toll!! Aber dann kommen die Beeren, Pflaumen, Tabak. Druck im Mund, passt zur Nase, langer Abgang … Toll! Viel besser als der mehr als doppelt  so teure Tignanello den ich mir Weihnachten gegönnt habe und ziemlich enttäuscht war. 
 

90 Punkte

  

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Apr 052014
 

Mit Kalifornischen Rotweinen von Shafer  habe ich meine Reise in die Weinwelt vor ca. 20 Jahren begonnen. Unvergessen die grandiose Weinprobe in der Amerikanischen Botschaft in Hamburg. In den letzten Jahren ist es bei mir etwas ruhiger um die Kalifornier geworden.

Hier nun der Bericht zum California Grand Tasting vom 18. März (in Klammern jeweils die Parker Punkte):

Ridge Monte Bello, Santa Cruz Mountains , 1995 (96PP)

  • tolle Nase, voll im Mund , super rund und ausgewogen, alte Welt – das fängt ja grandios an, mein erster Favorit !

Freemark Abbey, Sycamore Vineyard, Napa Valley, 2005 (90PP)

  • leicht kratzig am Gaumen, schön kantig, grüner Pfeffer, merkbare Tannine, seltsame Nebentöne

Silver Oak, Napa Valley, 2005 (91PP)

  • sehr rund und weich (4 Jahre amerikanische Eiche + 2Jahre auf der Flasche), errinert an Rioja, blumig, süß, etwas kurz im Abgang (easy drinking)

Beringer, Private Reserve, Napa Valley, 2006 (94PP)

  • wunderbare Frucht und Süße, 14,5%, sehr frisch , samtig im Mund – den kann man kauen: auch ein Favorit

Clos Pegase Hommage, Tenma Vineyard,Napa Valley, 2007 (93PP)

  • extrem fruchtig, mir schon zu süß – jetzt kommen die modernen Kalifornier

Bucella, Napa Valley, 2007 (96PP)

  • komplexe Nase, sehr reif, viel Frucht und Süße, langer Abgang

Stag’s Leap Wine Cellars, Fay Vineyard, 2008 (92PP)

  • reiner CS, es wird für meinen Geschmack wieder besser, nicht so frucht betont, langer Abgang

Merryvale Profile, Napa Valley, 2008 (96PP)

  • sehr würzig (Maggi Nase :), wuchtig, dicht ein typischer Parker Wein

M by Michael Mondavi, Napa Valley, 2009 (91PP)

  • Kräuter, Würze, duftig, die Frucht tritt etwas zurück – genial !

Robert Mondavi Winery Reserve, Napa Valley, 2010 (95PP)

  • klassische Napa Valey, wieder sehr fruchtig und süß, Minze, sehr dicht

Caymus Vineyards, Special Selection, Napa Valley, 2008 (94PP)

  • animalisch, stinkig, erdig, Bleistift, vielfältige Aromen im Mund , 15,4% aber die stören nicht

Joseph Phelps Insignia, Napa Valley, 2010 (95PP)

  • nun eher wieder alte Welt, die Süße tritt zurück, perfekt assembliert, komplex, dicht – wieder ein Favorit

Fazit: das war eine wunderbare Veranstaltung mit traumhaften Weinen. Hendrik Thoma meinte während der prima Moderation (zusammen mit  Markus Berlinghof ) , dass alte und neue Welt immer näher kommen – mir haben aber die kalifornischen Weine die „nach alter Welt“ ausgebaut werden deutlich besser geschmeckt. Dies kam dann nachher beim Rundgang und der Verkostung einiger Pinot Noirs noch wesentlicher zur Geltung – davon aber mehr beim nächsten Beitrag.

Meine drei Favoriten :

  1. Ridge Monte Bello
  2. Joseph Phelps Insignia
  3. Robert Mondavi Winery Reserve

CaliforinaGrandTasting

 

 

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Mrz 182013
 

Klein aber fein – die erste #socialwine Session hat viel Spaß gemacht. Die Gespräche gingen nicht nur um Wein, sondern häufig auch über Wein-Bloggen, Apps und Social media: spannend!

Von den Weinen haben mich die Rieslinge etwas enttäuscht: zu viele trockene und teilweise sehr experimentell: Riesling und Barrique mag ich gar nicht. Am besten haben mir die Rieslinge vom Weingut König Johann gefallen: rund, weich und typisch. Aufgefallen ist mir noch eine Gewürztraminer Auslese von Schloss Ortenberg mit einer tollen Textur.

Bei den Roten habe ich nur Pinot Noir probiert – aber davon gab es viele, sehr gute ! Super waren der Pinot Noir SD von Jacob Duijn und der blaue Spätburgunder von Johner (hat mir besser geschmeckt als der Gladstone).

Ganz tolle Spätburgunder gab es bei Hubert Lay und ein sehr nettes Gespräch über ökologischen Weinbau und Weinmessen 🙂

Tolle Ideen bei den Medienagenten und dort den besten Pinot Noir : 1Ahr Spätburgunder trocken vom Weingut Nelles – da hat alles gepasst !

Zum Schluss eine kleine Kritik: geärgert habe ich mich über den „Ausstellungskatalog“: 6 Seiten für 1€ mit jeder Menge Rechtschreibfehler und Buchstabendreher.

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Aug 252012
 

Hier nun die ersten Verkostungsnotizen zur Veranstaltung Generation-Riesling :

Weingut Fröhlich – Leonetti (Baden)

  • Riesling Spätlese 2010 – sehr trocken, schöne Säure , mineralisch
  • Grauburgunder 2011 Kabinett – ebenfalls sehr trocken, eher blaß im Gesamteindruck
  • Scheurebe 2011 Kabinett – angenehme Süße, Frucht und Säure – die hat mir gefallen !

Alde Gott Winzer eG (Baden)

Andrea Köniinger hat mit eine schöne Geschichte über den Name „Alde Gott“ erzählt – er stammt angeblich aus der Begegnung von 2 Heimkehrern aus dem 30 jährigem Krieg …

  • Riesling Alte Rebe 2011 – viel Schmelz, etwas zu floral
  • Sauvignon Blanc 2011 – schöne Frucht, prägnante Zitrus-Aromen
  • Spätburgunder 2009 Grosses Gewächs – 24 Monate auf gr.Holz… eher langweilig
  • Spätburgunder 2009 Barrique – deutlich besser, aber zu viel Barrique

Weingut Scheuring (Franken)

Die Heimat ruft 🙂 Toll was die jungen, fränkischen Winzerinnen machen !

  • Scheurebe 2011 – leicht, fruchtig, angenehme Süße , schöner Körper
  • Riesling 2010  Thüngersheimer Scharlachberg – von dieser *Sonderedition* (weil Riesling nicht selbstverständlich für Franken ist)  gehen 50% des Erlöses an Suni e.V. in Namibia : eine tolle Idee! Das fand ich so spannend, das ich mir keine Notizen zum Riesling gemacht habe 😉
  • MainMarokko „W“ Spätlese 2009 – weißes Cuvée aus 50% Riesling und 30% GB und 20% WB – druckvoll, spannend und „vollbusig“ (Zitat Ilonka Scheuring 🙂

Weingut Meierer (Mosel)

Matthias Meierer ist nicht nur toller Winzer, sondern auch ein wunderbarer Erzähler …

  • Riesling WTF? 2011 – Richtung Burgunder ausgebaut, aber leicht und trotzdem druckvoll, spannend
  • Riesling Kestener Paulinsberg Spätlese 2011 – mein erster Favorit: geniale Süße, kräftig und langer Abgang
  •  Riesling Kestener Paulinsberg Spätlese 2001 – die beiden Rieslinge gegeg/miteinander waren  eine spannende Erfahrung – der 2001 ist reif (trinkreif!:) die Süße etwas zurück … ausgewogener, runder

Weingut Jung (Mosel)

und wieder ein begeisterter Weinmacher: Christopher Jung, der von seinen Eltern freie Hand bekommt und mit den Traditionen spielt. Ein wunderbares Zitat von ihm: „ich darf meine Weine begleiten“ !

  • Riesling Zwischenspiel 2011 – wie der Name sagt: ein Zwischenspiel zwischen trocken und süß, Maischegärung, prima Süße … in keiner Weise ein typischer Riesling, etwas ganz anderes: toll was mit Riesling möglich ist !
  • Riesling Longuicher Herrenberg Spätlese 2011 – auf Blau-Schiefer Hängen etwas höher gelegen, nicht ganz so schöne Süße
  • Riesling Longuicher Herrenberg 2011 – leicht, nur 9% aber toll!
  • Riesling Longuicher Maximer Herrenberg 2011 – yep!

Weingut Clemens Honrath (Nahe)

  • Scheurebe Langenlonsheimer Steinchen Auslese 2011 – unglaublich, wie konnte ich Scheurebe so lange vernachlässigen? Perfekte Süße, keine (!) Honig Aromen, nicht filtriert – ein wunderbarer Wein
Soviel für Heute, der nächste Teil folgt ….

 

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