Helmut Skarka

Mai 092005
 

2000 Vieille Julienne

Vom Preis/Leistung her gibts gleich 5 Sterne:

Sehr schöne Grenache-Aromatik mit ganz dezenter Süße, angenehmes
Mundgefühl, feine Tannine, sehr fein und rein, keinerlei rustikale Noten.
Ein ganz toller, edler, eleganter Trinkspass. Man spürt bei jedem
Schluck, dass hier ein großer Könner am Werk war, und will einfach mehr.

Share
Mai 032005
 

Marc Ostermann

Vom Szene-Sonderheft Essen und Trinken lassen wir uns animieren, aus
unserem Goldenen Gourmet-Dreieck in Ottensen nach Pinneberg zum Essen zu
fahren.Mit der S-Bahn landen wir nach 23 Minuten am Bahnhof, dann nach einem
sehr angenehmen 10-minütigen Spaziergang durch den Wald (Nachts sind die
Wege beleuchtet – was für ein Joggen) kommen wir an. Im erstaunlich vollen
Restaurant (Montag!) bekommen wir einen schönen Platz am Fenster und los
geht’s mit der Weinkarte: tolle Auswahl an deutschen Weißweinen mit den
Geldbeutel schonendem Preisniveau; hier hat ein Kenner die Weine ausgewählt:
wo findet man Weine von Matthias Müller aus Spay auf einer Weinkarte im
Norden? Die Weine von Müller gefallen mir ganz besonders, weil er ein
Meister spontanvergorener Rieslinge ist (seine Weine mit der goldenen Kapsel
sind Jahr für Jahr eine Freude). Auch im Rotweinbereich gibt es interessante
Sachen, z.B. alles von Giacomo Bologna (Braida).

Nun zum Essen (wir hatten aus dem Heft einen Gutschein und bekamen ein
dreigängiuges Überraschungsmenü):

1. Gang: mit Kräutern gebeizter Lachs von der irischen Westküste: sehr
frisch, wenig fett und äußerst zart und aromatisch; und mein ausgewählter
Wein passte hervorragend – vor allem zum Hauptgang (wir wußten ja nicht was
da kommen wird):

ein Sauvignon blanc von Schneider aus der Pfalz aus dem Jahr 2004:
frische, typische Sauvignon- Nase mit nicht penetrantem Duft von
Cassis-Blättern, im Mund viel Frucht (Gunda war es fast zu viel) und Fülle
mit ganz leichter Restsüße (oder war das nur der Extrakt?).

2. Gang: Kalbstafelspitz im sehr großen Suppenteller mit in der Brühe
gekochtem Gemüse (Kartoffeln, Rübchen – oder waren das kleine
Kohlrabi-Stückchen?- und Möhren)

Das Fleisch wunderbar zart und wohlschmekend, dazu feinster, nicht zu
heftiger Apfelkren und spitzenmäßig die Soße, da muss ich passen. Alles
zusammen eine harmonische Geschmackssymphonie einer meiner Lieblingsspeisen,
wobei der Wein seine eigene passende Meldodie dazu spielte.

3. Gang: warme Schokoladen-Savarin mit Mandeleis und Bananenscheiben auf
Passionsfruchtjus

einfach gut.

Share
Jan 192005
 

Welt Nach Silvester erst mal ein paar Tage Pause, dann mit Gunda zum Start des
Weinjahres einen 2002 Altenberg aus Kanzem von von Othegraven; wie mein
Liebling aus 2003 ein sehr schöner, reintöniger Riesling mit wunderbarer
Rieslingfrucht.

Der neue Sancerre von Ehret war ein Problem: (hab jetzt vergessen, welcher
das exakt war .. wird nachgeliefert) relativ verschlossene Nase, im Mund
dann sehr typische Sauvignonfrucht, am Gaumen jedoch extrem bitter (nun ist
das Bitterempfinden wohl sehr individuell, denn Gunda meinte, so bitter sei
er nun doch nicht wie ich täte, na ja); doch nach 2 Tagen im Kühlschrank war
das dann weg und es entpuppte sich ein schöner Sauvignon. Wegen des
Bittertons hatte ich plötzlich Lust auf einen Süßen und da kam mir eine
Flasche Niederhäuser Hermannshöhle 1997 Riesling Spätlese von Dönnhoff
gerade recht; doch welch eine Enttäuschung: stinkt (Böckser?), der Kork
riecht sehr metallisch (das wären mal ganz spezielle Mineralien – ein
bißchen Ironie muss sein, auch soche mit dem Holzhammer!), die Flasche
schmeckt einfach nicht, der Gestank geht dann zwar leidlich weg, aber ein
Rest steht nach 10 Tagen noch im Kühlschrank.

Dann war da noch die Spätburgunderprobe bei Michael mit sehr schönen Weinen
und einem Superkork, aber davon soll ein anderer Freund berichten (bei
Burgundern fühle ich mich nicht firm und bewerte immer sehr niedrig).

Sehr gut auch der Riesling 2003 Königsschild vom Weingut Tesch aus
Langenlonsheim, der letzte aus einem Probierpaket mit 2003er Rieslingen, die
durch die Bank prima geschmacket haben, sehr sauber gemacht, reintönig und
klar, in 2003 ein echter Erfolg und eine Empfehlung an die Freunde.

Die Probe bei Mövenpick mit Burgundern und Südfranzosen (wer kommt
eigenlich auf diese Kombination Mr. Brügesch?) war für uns (Ole, Reiner,
Judith und ich) recht aufschlussreich, wobei ich mich mit Ole auf die
Südfranzflaschen beschränkt habe.

Zwei Weine fanden wir überragend: einmal den La Torre (100%
Mouvedr
e) 2002 (im Roussillion sehr gut) von Gardies, wo
schon der einfache Milleres prima war. Die Tanninstruktur und -qualität des
La Torre ist unglaublich, der Wein schmeckt jetzt schon
ausgezeichnet; wie weit er sich in nächster Zeit verschließen wird, wird
sich zeigen. Ich habe dann am Wochenende mit Sven sowohl den  1999
Tautavel als auch den 1999 La Torre von Gardies getrunken, und wir waren von
beiden sehr angetan. La Torre ist noch lange nicht auf dem Höhepunkt und
wird sich gewiß noch verbessern (mir schmecken die Weine von Gardies besser
als die von  Gauby, die ich  meist sehr unzugänglich empfinde-aber
vielleicht verstehen wir das ja nicht).  Zurück zur Mövenprobe: der
zweite Star war Un Peu de Toi 2001 von Ch. Valflaunes: tolles
Mundgefühl, perfekte Balance von Säure, Frucht und Tannin, schönste
Cassis-Aromen, rinnt geil die Kehle runter und bleibt lang da, einfach super
(wer erinnert sich noch an den La Favorite 1998? Soll jetzt groß sein-hab
noch ein paar Flaschen, wer hat Lust?). Gut waren noch folgende Weine:


Sortilege 2000 von Daumary, Pic St. Loup (auch sehr gut)

St. Antonin, Magnoux 2001, aus Faugeres

Les Terasses Grillet 2001, Moulinier, St. Chinian (zu teuer)

Dom. Laporte, Sumeria, Roussillion (sehr verschlossen mit viel
Tannin)

Copy Santa 2001, Pierre Clavel: die Euphorie, mit der in den letzten Wochen
über diesn Wein geschrieben wurde (bis zu 92 XY-Punkte) konnten wir nicht so
recht nachvollziehen; da fehlen doch etwas Dichte, Eleganz und Struktur.
Trotzdem schätze ich die Weine (Copa Santa) – insb. den 98er – von Clavel
sehr und ich möchte sie nicht missen, aber gegen den Valflaunes bekam er
keinen Stich.

Dann war da noch der Port du Ciel 2000, La Negly: da waren wir etwas
enttäuscht, zwar viel Mineralität (Graphit meinte Brüg., aber ich kau doch
nicht am Bleistift), aber da fehlte doch die Eleganz und der Charme; wann
kommt der zurück? Da er  4mal soviel kostet wie der Valflaunes, aber
nur halb so viel Spaß macht, kann sich jeder selbst einen Reim drauf machen
(übrigens: in dieser Verfassung ist das kein Parkerwein, gemeint ist der
Stil, der P. oft angedichtet wird; aber Parker versteht mehr vom Wein als
praktisch alle seine Feinde: viel Feind, viel Ehr).

Gestern (18.1.05) war dann noch ein kleines Abendessen mit Erika und Peter
mit heißem Vacherin und einem wunderbaren Arbois 2000 Reserve du Caveau aus
der Caveau de Bacchus des Lucien Oviet, einem echten Original (den müsst ihr
mal besuchen, echt urig); dieser sehr odidativ ausgebaute Chardonnay passt
ungemein gut zum Essen. Die Rotweine waren allesamt mager: der Solabal 2001
Crianza hatte schwachen Kork, der Les Terrasses 1994 von Palacio ist total
hinüber (der sieht zwar noch recht kernig aus, hat aber überhaupt keine
Aromen) und der Erigone 1999 macht auch keinen Spaß. Umsomehr dagegen eine
kleine Flasche Scheurebe Auslese 1998 Haardter Mandering vom Weingut
Weegmüller (direkt neben Müller-Catoir, das exakte Pendant hab ich auch im
Keller, beim nächsten Mal ein direkter Vergleich, so aus dem Gedächtnis war
der Müller doch noch eine Spur tiefer)

Die Sekte hab ich vergessen (Gunda liebt sie so sehr), beide sehr
gut:

Hans Lang ,1997 Riesling extra Brut (der beim Weingut noch erhältliche
normale Rieslingsekt in der Magnum von 1994 ist eine Sensation, das ist der
vom Brunch am 12.12 um 12 Uhr!!). Dann

Reinhardt und Beate Knebel Brut ? (gestern getrunken, Flasche heute schon
im Container, vielleicht ist noch eine unten): hat uns auch sehr gut
gefallen, wie fast alles von Knebel.

Share
Jan 092005
 

1999 Borie de Maurel, Minervois Eine Flasche haben wir im November bei Ole zum großen Essen getrunken und
waren mehr oder weniger enttäuscht, weil der Wein eine ausgeprägte gemüsige
Note hatte, die alle anderen Aromen überlagerte. Wie wird wohl diese Flasche
ausfallen?

Alle Sorgen, die restlichen Flaschen werden wohl via Kochtopf oder sonst
wie entsorgt werden müssen, sind unberechtigt. Zeigt sich zwar kurz nach dem
Öffnen mit leichtem Gemüseton und einer gewissen Unausgewogenheit, doch nach
höchstens zwei Stunden ist das weitgehend verflogen, und heraus tritt ein
prächtiger,eleganter, eher schlanker Syrah mit rauchigen Specknoten und
feinen Tanninen, der noch viel für die Zukunft verspricht, eher im
Rhone-Stil gemacht, kein Monster trotz seiner 14,5% Alco, von denen man gar
nichts merkt.

Auch jetzt, nach 30 Stunden, schöner Wein, keine Oxidation, kräftige
Aromen, leichte Bitternote, lang am Gaumen.

Ein spannender Wein, gewiss kein Langweiler.

Share
Jan 092005
 

von Othegraven

der erste Wein im neuen Jahr. Dann nehmen wir doch gleich einen, der im
alten die große Entdeckung war, oder besser den um ein Jahr älteren
Bruder.

Und wieder sehr gut: klare Riesling-Aromen, kein Früchtchen, dafür viele
Mineralien, also echtes Terroir.

perfekte Säure, schönes Mundgefühl, gute Länge, Spass durch und
durch.

Share
Jan 022005
 

2004 HSK Der Stern zu Bethlehem hat uns wieder nicht erleuchtet, stattdessen die
entsetzliche Flut im Indischen Ozean, die uns die Banalität unseres Strebens
nach Genuss vor Augen führt. Dennoch haben wir maßvoll ein paar Weine
getrunken, von denen wir berichten wollen.

Am ersten der Weihnachtstage war alles noch ganz harmlos; die ewige Gans
mit all der vielen Arbeit, dem ewigen Stress und der unvermeidlichen
Entäuschung (wer hat schon mal die ideale Gans gesehen?) wurde einfach nicht
gekauft, statt derer ein wunderbarer Rehrücken vom Frischeparadies und dazu
ein Blauer Spätburgunder 1990 SJ von Johner , der sich prächtig mit schönsten
Burgunderaromen präsentierte. Da man bei Knaben dieses Alters nie genau
weiß, wie sie sich gehalten haben, habe ich als Ersatz noch einen
Spätburgunder 1998 von Bernhard Huber dazugestellt, den ich dann nach den
Feiertagen genießen wollte, doch was für eine Enttäuschung: dieses dünne
saure Gurkenwasser quälte mich 2 Tage, immer in der vergeblichen Hoffnung,
vielleicht doch noch etwas Klasse zu zeigen, doch leider nichts. Genau
dieser Wein wurde von Paula B. mal im Magazin der SZ empfohlen; was die Dame
wohl heute dazu sagt (ich glaube weder, dass diese Flasche ein Ausreißer
war, noch dass der nochmals wiederkommt. Auch im WeinGuide 2001 gibt’s dafür
90 Punti!??). Allerdings muss angemerkt werden, dass bei einem unserer
Gelage bei Ole ein Spätburgunder von Huber aus anderem Jahr von mir sehr gut
beurteilt wurde.

Dazwischen wollte ich mir was Gutes antun und habe einen
Chateauneuf-du-Pape 1999 Reserve von La Vieille Julienne geöffnet. Das ging
dann los wie beim Huber: schauerliche Aromen strömten aus dem Glas, doch
hier gab es Hoffnung auf Besserung mit dem Faktor Zeit, und die Quanten
sprangen zu meiner Freude so heftig durch die Flasche, dass es in den
nächsten 24 Stunden ein schöner Genuss wurde, aber im Augenblick kein großer
Wein. Die 1999-er aus dem französischen Süden sind z.Z. sehr unterschiedlich
in Form; eine Woche vor Weihnachten wollte ein Kollege eien Empfehlung für
Weihnachten, und dazu habe ich den 1999-er Le Cedre raufgeholt und
verkostet: vollkommen verschlossen, auch nach 24 Stunden kaum zu trinken,
hier glaube ich aber fest an eine -vielleicht große- Zukunft. Dann gab’s
zwischen den Jahren noch 1999 Cuvee Prestige Rasteau von Domaine de la
Soumade: sehr feiner Wein mit schöner Aromatik und sehr guten Tanninen,
entwicket sich an der Luft nicht sehr gut, d.h. nach 24 Stunden leicht
störende Oxitationsaromen, woraus man allerdings nicht auf das
Lagerungspotential schließen sollte; oberdrein ist die Tatsache, dass ein
sehr gut schmeckender Wein sich nach mehreren Stunden nach dem Öffnen zum
schlechteren wendet, überhaupt kein Kriterium, um den Wein abzuwerten, wie
es häufig geschieht. Ein Wein ist zum Trinken mit Freunden da und nicht zum
Herumdoktern. Anders verhält es sich, wenn der Wein durch Luft gewinnt, was
bei guten, traditionellen Barolo manchmal viele Stunden dauern kann.

Von der Silvesterfeier sind mir neben Lucies tollem Buffett noch zwei
Sachen in Erinnerung: ein Gourt de Mautens 2001 und ein Chateauneuf-du-Pape
1999 von der Domaine Clos Du Cailloux. Beim letzteren merkt man doch, dass
die Edelcuvees (Quartz und Reserve) dem Wein Stoff und Struktur stehlen, die
Nase ist sehr typisch, doch der Körper hat nicht genug Kraft. Das ist beim
Mautens anders, doch auch der ist nicht in Hochform, die Aromen sind
undifferenziert, es fehlt die ursprüngliche Eleganz und Feinheit, der Wein
wirkt z.Z. wie eine Baustelle, die noch ein paar Jahre auf ihre
Fertigstellung wartet; doch dann kann man viel erwarten.

Share
Jan 022005
 

2004 HSK Wenn man die Themen von vielen unserer Proben, insbesondere der von Ole,
betrachtet, so stand  dieses Jahr ganz im Zeichen des Jahrgangs 2003 in
Deutschland: was wurde nicht alles geschrieben und erzählt, in der Summe gab
es weit mehr Enttäuschungen als große Weine. Für mich war das Saar-Weingut
‚von Othegraven‘ die große Überraschung und der Kanzemer Altenberg
neben der Spätlese R aus dem Kallstadter Saumagen von Koehler-Ruprecht von
1998 mein Weißer des Jahres (die später auf den Markt gekommenen sog. Großen
Gewächse sind noch alle viel zu jung und zu teuer). Die Weine von Jung aus
dem Rheingau von 2003 und ein paar Löwensteine habe ich noch in den Keller
gelegt, die brauchen auch noch Zeit. Genial gut war noch der Chardonnay
Spätlese „R“ 1996 (!perfekt gereift!) vom Ökonomierat Rebholz aus
Siebeldingen.

Nun zu den Roten: bei Michael Q. gabs mal einen Kurni (Jahr entfallen), das
war doch recht beeindruckend wie der das Barrique (angeblich zweifach belegt
mit neuem Holz) einfach so weggesteckt hat; ob da mal ein ganz großer Wein
draus wird oder ob der quasi verdunset wie so viele von diesen Neuen,
speziell Italienern, das wir sich zeigen. Ja, meine Freunde aus dem Land, wo
die Zitronen blühn (wo steht denn dieses schöne Gedicht-Ole, lach‘
nicht!)-Dahin! Dahin! Mögt ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn- was hab Ihr
doch früher für wunderbare Weine gemacht: der 1978er Barolo Falletto (weißes
Etikett, die leere Flasche wollte Michael unbedingt mitnehmen, so gibt’s
kein Foto) von Bruno Giacosa war das absolute Highlight des Jahres. Von den
jüngeren Weinen hervorzuheben ist der Numanthia 99 aus Toro und dann noch
ganz groß Valiniere 2000 von Barall aus Faugeres, dazu noch der Granges des
Peres 2000.

Christoph Fiege vom oxhoft-Weinhandel hat die Weinfreunde zur großen
Süßweinprobe eingeladen (Michael hat davon berichtet); das war sehr schön
und die meisten der Weine waren große Klasse (hatte keine Lust, was zu
notieren, der Genuss war mir wichtiger).

Um bei den Weinhändlern zu bleiben: diese Menschen sind sehr wichtig,
schließlich ermöglichen sie uns erst den Kauf dieser schönen Sachen (wer
kann schon ständig herumfahren und nach Trinkbarem suchen? Dann hätte sich
meine tolle Frau schon längst scheiden lassen), und es gibt auch noch jene,
die das Geschäft mit Enthusiasmus und Verstand betreiben auf der Basis
solider Kenntnisse und eines guten Gaumens. Zu diesen gehört Norbert Ehret,
Inhaber des Weinhandels VINISUD, der uns obendrein nicht mit blumigen
Phantasie-Elogen aus 1001-Alkoholnacht belästigt, er ist mein Weinhändler
des Jahres (http://www.weintroedler.de/start/start.asp).

Share
Nov 042004
 

1990 Francesco Giuntini in Rufina Er wird seinem Ruf gerecht, gut haltbar zu sein. Schön gereifter Chianti,
kein Kirschsaft, aber gute Tannine und gesunde Säure, die ihm durchaus noch
eine Zukunft versprechen. Macht Spaß zu trinken, zeigt sich in besserer Form
als der Riserva 90 von Felsina (auch gerade getrunken, war nicht schlecht
und besser als die 90er Rancias, die ich erinnere). Wie ist wohl der
Buccerchiale 90? Demnächst bei den Weinfreunden mal ein Selvapiana-Session;
da ist genug da.

Share
Nov 042004
 

1990 Conterno e Fantino in Monforte d’Alba Große Überraschung: frisch, erstaunliche Frucht und leichter
goudron, sehr schöne Tannine, fast ein Barolo und doch ganz
anders (der kleine Anteil Barbera macht offensichtlich etwas
aus, und dann sicher auch die Vinifikation- obwohl nicht mehr
schmeckbar hat dieser Wein sicher piccoli botti di rovere
gesehen). Am Tag darauf noch besser, sehr harmonisch und sehr
gut zu trinken. Ob seinen Jahrgangsnachfolgern ähnliches Lob
gebührt, wird sich zeigen: ich bin skeptisch, da seit 1991
Cabernet hinzugekommen ist; ein Fläschchen 97er ist noch da
–> in Bälde, diesmal mit den Freunden (der hier ist quasi
bei der letzten Probe übrig geblieben ..)

Share